Spaten statt Schreibtisch: Stadtwerke-Team legt Staudenbeet am Firmensitz an

David Weber, Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmanager der Stadtwerke und Initiator der Aktion, hatte gezielt überwiegend heimische Stauden ausgewählt: Wilde Malve, Ochsenauge, Rainfarn und andere  Arten, die an den Standort angepasst sind, wenig Pflege brauchen und Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen vom Frühjahr bis in den Herbst Nahrung bieten. „Firmengelände sind in Summe eine riesige Fläche. Wenn dort statt Rasen, Schotter oder versiegelter Fläche heimische Stauden für Farbe sorgen, entstehen Trittsteine für Insekten mitten im Siedlungsraum“, sagt Daniela Dietsche, Projektleiterin bei der Bodensee-Stiftung, die bereits viele Firmen bei der biodiversitätsfreundlichen Umgestaltung ihrer Gelände unterstützt hat. Umso schöner sei es, wenn die Belegschaft das selbst in die Hand nehme.

Auch der Geschäftsführer packt mit an

Die Gärtner auf Zeit legten sich ins Zeug: Zunächst musste der alte Bewuchs weichen. So entfernten sie das Wurzelwerk und lockerten den Boden auf, bevor sie schließlich die Stauden pflanzen konnten. Auch Geschäftsführer Tobias Hagenmeyer packte kräftig mit an. „Wir machen jedes Jahr eine Mitarbeiteraktion. So möchten wir den CO2-Ausstoß, der an unserem jährlichen Betriebsausflug entsteht, durch eine sinnvolle Aktion für die Umwelt direkt ausgleichen“, erläuterte er zwischen zwei Pflanzlöchern. „Es ist ein überschaubarer Beitrag, aber er ist sichtbar,  und er bleibt eine Freude für uns an jedem Arbeitstag“, so David Weber nach getaner Arbeit. Auch nächstes Jahr soll es wieder eine Mitarbeiteraktion geben. Ideen gibt es bereits.

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