Jackpot Natur: Einladung zur Preisverleihung

Am 24. September findet in Hohenems der feierliche Abschluss des freundschaftlichen Wettbewerbs „Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün“ statt. Prämiert wird die gelungene Klimaanpassung von Siedlungen mithilfe von „mehr und besserem Grün“.

13 Gemeinden und Städte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind ins Rennen gegangen: Drei Jahre lang ging es darum, wer für seine Bürger*innen ein Mehr an „Zukunftsgrün“ schafft – ein Mehr für Lebensqualität, Klimaanpassung und Klimaschutz. Die Teilnehmenden haben Maßnahmen in den drei Handlungsfeldern „Soziales“ (Gesundheit, Partizipation, Ernährung), „Klimaanpassung“ (Boden, Wasser, Luft) und „Biodiversität“ (Artenvielfalt, Lebensraumvielfalt, genetische Vielfalt) umgesetzt – und damit Punkte gesammelt.

Begleitet wurden die Spiel-Gemeinden durch die Expertise der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der pulswerk GmbH, das Beratungsunternehmen des Österreichischen Ökologie-Instituts. „Mit dem Spiel möchten wir die kreative, spielerische Komponente zukünftiger Herausforderungen und die Freude und Spannung in den Umsetzungen in den Vordergrund rücken. Gemeinsames Lernen und spielerischer Wettbewerb fördern die soziale Innovationskraft. Zusammen gewinnen wir eine bessere Lebensqualität in den Siedlungen“, erläutert Katrin Löning von pulswerk. Damit die Gemeinden und Städte möglichst stark vom „Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün“ profitieren konnten, luden die Spielmacher regelmäßig zu themenspezifischen, interkommunalen und grenzüberschreitenden Workshops und Exkursionen ein.

Die Hitzewellen der vergangenen Wochen haben gezeigt: Von den umgesetzten Maßnahmen profitieren schon jetzt die Bürger*innen vor Ort. Die Gemeinden und Städte haben sich damit auch eine Grundlage für die künftige Planung und Festlegung von Strategien und Maßnahmen erarbeitet. Auch über das Spiel hinaus bleiben der interkommunale und grenzüberschreitende Austausch sowie die entstandene Vernetzung bestehen.

Im Fokus: Voneinander lernen

Zum Spielstart 2023 stand für die Gemeinden und Städte im Mittelpunkt, gemeinsame Interessen zu finden, den Ist-Zustand zu erfassen und Ziele zu definieren. Dann wurde es ernst: Bis zum Abpfiff des Spiels ging es darum, Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen, um so möglichst viele Punkte zu sammeln. „Manche Maßnahmen waren einfacher umzusetzen, andere schwieriger. Das Spiel sollte fordern, aber nicht frustrieren“, erläutert Dr. Stephan Brenneisen, einer der Spielleiter seitens der ZHAW, Forschungsgruppe Stadtökologie.

Besondere Herausforderungen zwischendurch

Vor besondere Herausforderungen – und Chancen – stellten sogenannte Zwischenspurts die Gemeinden. Hier ging es unter anderem darum, auch die Bürger*innen zum Mitspielen zu motivieren, zum Beispiel zugunsten des Insektenschutzes im Mai nicht zu mähen oder Benjeshecken anzulegen. Wichtig war den Spielmachern die Vergleichbarkeit zwischen den Gemeinden unterschiedlicher Größe. „Beim angestrebten Zuwachs von Gründächern wurde zum Beispiel die Zunahme der Quadratmeter Dachbegrünung im Verhältnis zur Einwohnerzahl erfasst“, erläutert Dorit van Meel, ZHAW.

Inspirierendes Programm bei der Preisverleihung

Die Gäste der Abschlussfeier am Donnerstag, 24. September, im österreichischen Hohenems erwartet ein vielfältiges Programm. Dort werden die Leistungen aller mitspielenden Kommunen gewürdigt – und die Sieger ausgezeichnet. Der Abend wird durch Vorträge des Schweizer Filmemachers Daniel Ballmer und der österreichischen Verhaltensbiologin Dr. Elisabeth Oberzaucher ergänzt. Interessierte sind eingeladen, die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind möglich über die Website https://zukunftsgruenspiel.info/finale-ohne-grenzen

Die «Spielwiese» auf der Spiel-Website informiert aktuell über den Spielstand.

Für Behörden und Planungsbüros findet vor der Preisverleihung eine Fachexkursion zu vorbildlich umgesetzten Maßnahmen um Hohenems statt. Bürger*innen und Bürger sind am Tag der Veranstaltung zu einer informativen Mittagspause in Lindau eingeladen. Während eines Spaziergangs zum Thema Extensivierung öffentlicher Grünflächen lernen sie Praxisbeispiele und den Weg von der Planung bis zur Umsetzung kennen. Treffpunkt und Anmeldeinformationen werden Anfang September auf der Spiel-Website bekannt gegeben.

Das «Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün» ist Teil des EU Interreg Projekt «Zukunftsgrün».

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