Lösungen für mehr Biodiversität in Agrar- und Lebensmittelsystemen

„Der Schutz der biologischen Vielfalt ist eine zentrale Voraussetzung für resiliente Agrar- und Ernährungssysteme. Gleichzeitig stehen Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe vor der Herausforderung, neue regulatorische Anforderungen umzusetzen und wirksame Maßnahmen zu entwickeln. Die Konferenz bietet Orientierung und konkrete Lösungsansätze“, erklärt Stephanie Finkbeiner, Chief Sustainability Officer bei EDEKA und Mitglied des Vorstands von Food for Biodiversity.

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen sechs zentrale Themenfelder:

• Bewährte Praktiken für Biodiversität in agrarischen Lieferketten
• Biodiversitätsbewertungen entlang der Wertschöpfungskette
• Biodiversitätszertifikate und Biodiversitäts-Credits
• Anreizmodelle für biodiversitätsfreundliche Landwirtschaft
• Glaubwürdige Kommunikation von Biodiversitätsmaßnahmen
• Aktuelle politische und rechtliche Rahmenbedingungen

Neben Fachvorträgen und Diskussionsrunden bietet die Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten zum Networking und zum Austausch von Erfahrungen zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Praxis.

Intensiver Austausch mit internationalen Expert*innen

Für nachweisbare Wirkung braucht es zukunftsfähige technische Lösungen. Simon Pena Perreira (GRAS) und Max Meister (NABU) beleuchten Methoden und technologische Fortschritte, die die Überwachung der biologischen Vielfalt grundlegend verändern. Sie stellen innovative Instrumente vor – von der Fernerkundung bis hin zur Genanalyse –, die darauf abzielen, unser Verständnis von Ökosystemen in unterschiedlichen Landschaften zu vertiefen und deren Entwicklung besser nachzuverfolgen.

Sanne Dekker (FrieslandCampina), Bianca Meßmer und Mia Glammeier (Bodensee-Stiftung) befassen sich mit der Frage, wie Verpflichtungen zum Schutz der biologischen Vielfalt in unternehmerische Widerstandsfähigkeit durch Anreizsysteme umgewandelt werden können. Mit einem praktischen Leitfaden, einer Fallstudie und einem interaktiven Workshop zur Erforschung und kritischen Bewertung wirksamer Gestaltungsansätze.

Wie lässt sich das Thema Biodiversität Verbrauchern und der breiten Öffentlichkeit wirkungsvoll vermitteln? Mit dem Fokus auf externe Kommunikation kommen Expert*innen aus den Bereichen Regulierung und Marktforschung zusammen. Lucia Scharl (Rechtsexpertin für die EmpCo) und Dr. Ulrike Eberle (Corsus Research) zeigen anhand praktischer Einblicke und Beispiele, was funktioniert und was den Vorschriften entspricht. In einem interaktiven Austausch werden zentrale Herausforderungen und bewährte Verfahren erörtert.

Die Konferenz ist Teil des EU-LIFE-Projekts „Fit for Biodiversity – Biodiversity Governance and Performance in the Food Sector“. Ziel des Projekts ist es, die Biodiversitätsleistung im Lebensmittelsektor zu verbessern und wirksame Strategien zum Schutz von Ökosystemen zu entwickeln. Das Projekt unterstützt Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft dabei, Biodiversitätsrisiken zu erkennen, wirksame Maßnahmen umzusetzen und Biodiversität systematisch in Unternehmens- und Lieferkettenstrategien zu integrieren.

Projektpartner: Global Nature Fund, Food for Biodiversity e.V., Meo Carbon Solutions, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Bodensee-Stiftung.

Das Projekt wird kofinanziert durch das LIFE-Programm der Europäischen Union, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, die Rentenbank sowie die Premiumpartner Nestlé Deutschland und EDEKA.

Weitere Informationen auf der Website des Projekts unter www.fitforbiodiversity.eu.

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