Dürreresilienz: Welche Rolle spielen Kleingewässer?

Eine Gruppe von 13 Menschen sitzt um einen tisch und blickt auf eine Frau am Tischende, die mit bunte Papierzettel auf ein Packpapier klebt.
Dr. María Máñez Costa (Helmholtz-Zentrum Hereon, vorne in der Mitte) im Gespräch mit den Teilnehmenden während der partizipativen Gruppenmodellierung. Copyright: Bodensee-Stiftung

Wie können Feuchtgebiete dazu beitragen, Landschaften widerstandsfähiger gegen Trockenheit zu machen? Diese Frage steht im Zentrum des EU-Projekt NBS4Drought, in dem die Bodensee-Stiftung mit dem Monitoring eines Kleingewässerverbunds im westlichen Bodenseeraum beteiligt ist.

Neun Fachleute aus Umwelt- und Naturschutzbehörden, der Landschaftsplanung, Naturschutzorganisationen und der Wissenschaft kamen nun zum ersten Workshop im Rahmen des Projekts zusammen.

Am Vormittag stand die Bewertung der Ökosystemleistungen von Kleingewässern im Mittelpunkt. Unter der Leitung von Ines Imbert und Sylvie Campagne vom European Institute for Energy Research (EIFER) schätzten die Teilnehmenden anhand einer Kapazitätsmatrix ein, welchen Beitrag verschiedene Gewässer- und Uferlebensräume beispielsweise zur Kohlenstoffspeicherung, Grundwasserneubildung oder zur Bereitstellung von Lebensräumen leisten können. Dabei zeigte sich, wie wichtig ein gemeinsames Verständnis des Begriffs „Kleingewässer“ ist und dass deren Leistungen je nach Gewässertyp und Ausprägung erheblich variieren.

Am Nachmittag führten Dr. María Máñez Costa und Isabel Meza vom Helmholtz-Zentrum Hereon durch eine partizipative Gruppenmodellierung. Gemeinsam identifizierten die Teilnehmenden Herausforderungen, Erfolgsfaktoren und Potenziale von Feuchtgebieten als naturbasierte Lösungen im Umgang mit zunehmender Trockenheit.

Der Workshop war geprägt von einem intensiven fachlichen Austausch. Die Expert*innen brachten ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen ein und diskutierten engagiert über Chancen und Hemmnisse bei der Erhaltung und Entwicklung von Kleingewässern.

Die Ergebnisse des Workshops werden ausgewertet und mit den Befunden weiterer Workshops in anderen Regionen Europas diskutiert und voraussichtlich 2027 veröffentlicht werden. Darüber hinaus hat der Workshop den Grundstein für ein Netzwerk gelegt, das den fachlichen Austausch auch neben dem Projekt fördert.

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