Informationen zum Projekt „Zukunftsperspektiven Weitenried“

Reaktion auf die Stellungnahme, die die Gemeinde Steißlingen im Mitteilungsblatt vom 17. September veröffentlicht hat.

Das Projekt der in Radolfzell ansässigen Bodensee-Stiftung hat den Titel „Zukunftsperspektiven Weitenried“. Genau darum geht es auch: Gemeinsam mit allen Akteuren möchten wir die Zukunftsperspektiven für das Gebiet erörtern und insbesondere auf die Bedürfnisse der Landwirte und Anwohner eingehen.

Die aktuelle Phase des Projekts (gefördert durch das Umweltministerium Baden-Württemberg und die LBBW Stiftung) geht bis Anfang 2027 und hat zum Ziel, die Grundlagen für mögliche Wiedervernässungen auf verschiedenen Flächen zu schaffen und mit den Akteuren vor Ort in den Austausch zu kommen. Diesem Zweck dienen auch die, in der Stellungnahme genannten, Veranstaltungen und Formate. Bei diesen Veranstaltungen wurden uns viele relevante Sachverhalte mitgeteilt und Prioritäten der einzelnen Akteure deutlich.

Die Trinkwasserthematik wurde schon zu Beginn als absolut prioritär eingestuft. Daraufhin hat die Bodensee-Stiftung darauf hingewirkt, dass eine entsprechende hydrogeologische Studie vom Regierungspräsidium Freiburg beauftragt wurde. Die Bodensee-Stiftung hat den Prozess eng begleitet, gemeinsam mit dem Fachbüro die Ergebnisse den Bürgermeistern und Fachbehörden der Anliegergemeinden präsentiert und stand auch in den Gemeinderatssitzungen dazu Rede und Antwort. Klares Ergebnis der Studie war auch, dass es keinen Alternativplan für die Trinkwasserversorgung bedarf und von etwaigen Wiedervernässungen keine Gefährdung der Qualität und Quantität ausgeht.

In den vergangenen Monaten war die Bodensee-Stiftung intensiv mit den Landwirtinnen und Landwirten im Austausch – der Prozess ist noch im Gange und nicht abgeschlossen.

Wir stimmen Herrn Bürgermeister Mors zu, dass die Auswirkungen auf die genannten Themen intensiv beleuchtet und berücksichtigt werden müssen. Dazu braucht es aber den Kontakt mit den verschiedenen Akteuren der durch die Veranstaltungen sichergestellt wird.

Falsch ist die Behauptung, dass das Umweltministerium eine Umsetzung des Projektes in 2027 vorsieht. Tatsächlich wird es in den kommenden Jahren ab 2027 darum gehen, verschiedene kleine, mittlere und größere Teilflächen in Abstimmung mit Eigentümern und Bewirtschaftern wiederzuvernässen, wo dies möglich, sinnvoll und gewünscht ist. Es gibt zum aktuellen Zeitpunkt keine Planungen, die ohne das Wissen oder Einverständnis der Eigentümer oder bewirtschaftenden Betriebe erstellt wurden. Die konkreten Ideen für mögliche Wiedervernässungen sollen vielmehr gemeinsam mit den Akteuren besprochen und geplant werden und die Interessen der Nutzergruppen bestmöglich verbinden.

Weitere Informationen unter www.bodensee-stiftung.org/moore

Weitenried-Streifzug:

Am Sonntag, 27. September, lädt die Bodensee-Stiftung nochmals zu einem Weitenried-Streifzug ein. Start ist um 10:30 Uhr am Zugang zum Parkplatz zur Seeblickhalle. Anmeldungen sind nicht nötig, die Teilnahme ist kostenlos. Es empfiehlt sich festes, im Idealfall wasserdichtes Schuhwerk. Der Streifzug findet bei jedem Wetter statt. Willkommen sind große und kleine Teilnehmende.

Während der Sonntagsausflüge – seit Mai an jedem letzten Sonntag im Monat – lernten die Teilnehmenden die Chancen einer Wiedervernässung des trockengelegten Moores für Klima, Natur und Mensch kennen, und sie erfuhren spannende Fakten zu diesem Lebensraum. Das Weitenried ist der größte Moorkörper in der Region. „Wir freuen uns auf Entdeckungen im Gebiet wie auch über viele Fragen, Erzählungen über persönliche Erlebnisse im Weitenried und einen offenen Austausch der Anliegen der Gäste“, betont Volker Kromrey, Geschäftsführer der Bodensee-Stiftung.

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