Landwirtschaft kann mehr Photovoltaik

Vogelperspektive auf eine Gruppe von etwa 30 Personen, die in Stuhlreihen in einem Veranstaltungsraum sitzen. Im Vordergrund ein Tisch mit Laptop, Projektor und Informationsmaterialien.
copyright: Bodensee-Stiftung

Die Resonanz an diesem Abend in der Eltahalle in Wurmlingen war für die Veranstalter wenig überraschend. Über Fünfzig Besucherinnen und Besucher wollten wissen, was sie auf ihren landwirtschaftlichen Betrieben unternehmen können, um Stromkosten zu senken und wie Solarstrom zukünftig eingesetzt werden kann. Dimitri Vedel, Projektkoordinator des PV-Netzwerks Schwarzwald-Baar-Heuberg, beschrieb in seiner Begrüßung die Situation. „Immer häufiger wird die Forderung laut, dass die Landwirtschaft ihren Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten muss“, so Vedel „dabei sind schon heute zahlreiche Dächer von Scheunen, Ställen und Wohnhäusern mit Solaranlagen ausgestattet.“ Seit ein paar Jahren hingegen wird der Ausbau nicht mehr mit der Dynamik fortgeführt, wie es für die Energiewende nötig wäre und wie es in der Vergangenheit der Fall war. Grund ist oftmals ein falscher Eindruck, dass es sich heute nicht mehr lohne, Solaranlagen zu installieren, und auch die Vergütung erscheint kompliziert.

Auch das in der Landwirtschaft heikle Thema von PV-Freiflächen wurde diskutiert. Flächen aus der landwirtschaftlichen Produktion zu entnehmen, ist kritisch zu betrachten. Eine kategorische Ablehnung hingegen entzöge allerdings auch vielen Betrieben die Option, neue Geschäftsfelder und Einkommensmöglichkeiten zu erschließen. Für den Veranstalter, das PV-Netzwerk Schwarzwald-Baar-Heuberg, sind Solarparks ein Baustein, der über den Erfolg und Misserfolg der Energiewende im Süddeutschen Raum entscheiden wird. Was seit Jahren in Bayern im Konsens mit der Landwirtschaft gelingt, muss auch in Baden-Württemberg gelingen. Das PV-Netzwerk möchte hier ausgleichend mit Kommunen, Naturschutz und der Landwirtschaft den Weg bereiten, dass in der Region Solarparks gebaut werden können.

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