Bodensee-Stiftung unterstützt 1.000 Megawatt-Solarkampagne

Blick von der Seite auf eine Reihe bifazialer Solarmodule auf einer Grünfläche.
Copyright: Bodensee-Stiftung

Strom aus Photovoltaikanlagen ist inzwischen die günstigste Strombereitstellungstechnologie im Land: Eine Kilowattstunde vom Hausdach kostet heute weniger als zehn Cent, auf größeren Unternehmensdächern unter acht Cent und auf großen landwirtschaftlichen Flächen oder Deponien nur noch halb so viel. Der Photovoltaikausbau stärkt außerdem die Wertschöpfung im Land, schafft neue Arbeitsplätze und lässt sich gut mit Naturschutzaspekten verbinden,“ ergänzt Volker Kromrey, Programmleiter Energiewende der Bodensee-Stiftung.

Die Naturschutzverbände setzen auf das Engagement von Millionen Mitgliedern im Land, von denen viele heute schon Photovoltaikanlagen betreiben oder in Genossenschaften für erneuerbare Energien mitwirken. Die Orts- und Kreisgruppen der Umweltverbände werden Druck machen, dass Kommunen und Landkreise endlich auf breiter Front aktiv werden, Förderprogramme für Solarstrom auflegen und die eigenen Dächer und Fassaden zur Erzeugung von klimaschonendem und günstigem Solarstrom nutzen. Sie werden auf Veranstaltungen, im Internet und mit klassischen Druckerzeugnissen Werbung für mehr Solarstrom in Baden-Württemberg machen.

Die Expertinnen und Experten der Umweltverbände wissen, dass die Forderung nach 1.000 MW solarem Zubau vor allem für das Jahr 2021 eine ungewöhnliche Kraftanstrengung bedeutet. Der Klimawandel und der Atomausstieg machen aus ihrer Sicht aber gerade frühes und schnelles Handeln beim Umbau der Energiewirtschaft notwendig. Deshalb setzen die Naturschutzverbände neben den Privathaushalten vor allem auf Unternehmen und Landwirte, die auf den eigenen Dächern große Solaranlagen mit 100, 500 oder 750 kW Leistung bauen und dabei viel Geld sparen können. Der dort erzeugte Strom wird im Regelfall netzverträglich direkt vor Ort durch Maschinen und Anlagen verbraucht. Die Entscheidungen der Firmen können innerhalb weniger Monate getroffen und schnell umgesetzt werden.

Solarmodule sollen vor allem auf den Dächern und an den Fassaden der Gebäude im Land installiert werden. Gute Potentiale sehen die Verbände auch in der solaren Überdachung von großen Parkplätzen. Deshalb fordern die Verbände den sofortigen Start für ein landesweites Förderprogramm, um solar überdachte Parkplätze von Kommunen auf den Weg zu bringen und einen Haushaltstitel für landeseigene Liegenschaften wie Universitäten und Hochschulen oder Landratsämter im Bestand und nicht nur bei wenigen Neubauprojekten zu fördern. Das steigende Volumen kann auch dazu beitragen, die Kosten von Solarstrom weiter zu senken.

Bodensee-Stiftung
Volker Kromrey
Programmleiter Energiewende und Projektleiter Klimaschutz
Dipl. Ing. (FH) Forstwirtschaft

Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell, Deutschland

+49 (0)7732-9995-48

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