Kohle aus Reststoffen herstellen – Exkursion soll Klarheit zu baulichen Herausforderungen schaffen

Pflanzenbasierte Aktivkohle in einem großen weißen Beutel.
Copyright: Bodensee-Stiftung
Drei Männer sehen sich eine Maschine an. Um ihnen herum sind mehrere große Metall Rohre.
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Im Flaachtal in der Schweiz hat sich eine Delegation der Projektgruppe nun eine Pyrolyseanlage angesehen, in der Restholz und Landschaftspflegematerial zu Pflanzenkohle verarbeitet wird. Die Pflanzenkohle der APD AG in Flaach wird in der Landwirtschaft und im Privatgartenbau zur Bodenverbesserung eingesetzt. Im Projektkonsortium wird nun diskutiert, wie eine so hergestellte Pflanzenkohle aktiviert werden kann, um eine ausreichende Anzahl an Mikro-, Meso- und Makroporen in der Kohle zu erzeugen. Diese sind nötig, damit sich die Schadstoffe an die Kohle wie an einen Schwamm anbinden können und so mit der Kohle dem Abwasser entnommen werden können. Eine Aktivierung der Pflanzenkohle (wie auch fossiler Kohlen) kann mittels Wasserdampf oder chemisch erfolgen.

Im Rahmen des CoAct-Projektes konnte in der Forschungs- und Entwicklungsphase bereits im Labormaßstab gezeigt werden, dass Aktivkohle aus Reststoffen wie Grasschnitt, Restholz, Maisstroh oder Landschaftspflegematerial gute Reinigungseigenschaften erreichen, die mit konventionellen Produkten konkurrieren können. Dazu hatte die Bodensee-Stiftung Proben im Bodenseekreis genommen, die an der Uni Kassel aufbereitet und mit einer Labor-Anlage pyrolysiert und aktiviert wurden. Diese Ergebnisse sollen jetzt im großtechnischen Maßstab wiederholt werden.

Zwei Männer beugen sich über einen mit Aktivkohle gefüllten Behälter. Einer von ihnen hat eine Handvoll des Materials herausgegriffen.
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