Filmvorführung mit Publikumsgespräch „Wie geht Natur?!“ am 15. April

Über Pionier*innen und Verbündete im Natur- und insbesondere Moorschutz: Bodensee-Stiftung lädt am 15. April in das Singener Kulturzentrum Gems ein.

Natur- und somit auch der Moorschutz braucht mutige Vorreiter mit Ausdauer. Und er braucht Verbündete aus Politik und Wirtschaft. Das sind zwei Kernaussagen des Films „Wie geht Natur?!“. Das Singener Kulturzentrum „Die Gems“ zeigt am Donnerstag, 15. April, in Kooperation mit der Bodensee-Stiftung den Dokumentarfilm über das Wirken des Umweltschützers und Moorforschers Michael Succow (Beginn: 19:30 Uhr). Im Anschluss lädt die Bodensee-Stiftung zum Publikumsgespräch ein. Mit ihrem Projekt PROmoor zeigt sie in der Region Hegau/westlicher Bodensee Wege zur Wiedervernässung von Mooren auf – als ein entscheidender Hebel im Klimaschutz.

Zum Film: Beeindruckend und motivierend

Portrait von Michael Succow vor einer Moorlandschaft
Prof. Dr. Michael Succow. Copyright: Jason Krüger

Er ist Träger des Alternativen Nobelpreises, Pionier im Moorschutz in Deutschland, erfolgreicher Kämpfer für Naturparks – eine Ikone der Umweltbewegung. Michael Succows Liebe zur Natur bestand seit Kindheitstagen, im Engagement für die Natur waren ihm allerdings lange die Hände gebunden. Trotz aller Widrigkeiten durch die DDR-Staatsmacht hat er sich jedoch nie von seinen Idealen abbringen lassen.
Plakat zum Kinofilm “Wie geht Natur!?” mit einem Portrait von Michael Succow„Wie geht Natur?!“ schildert die Lebensgeschichte von Prof. Dr. Michael Succow. In dem Dokumentarfilm geht es um mehr als „nur“ darum, die Natur zu schützen. Es geht um Haltung und darum, Mut zu machen, um das Finden von Mitstreitern in Wirtschaft und Politik und darum, besonders junge Menschen zu motivieren, sich in einer Gemeinschaft für die Zivilgesellschaft zu engagieren.

Zum Publikumsgespräch: Inspiration und Information

Ein besonderes Anliegen ist Michael Succow der Moorschutz. Auch hier braucht es Pionier*innen und Verbündete aus Politik und (Land-)Wirtschaft. Beispiele werden Thema des anschließenden Publikumsgesprächs sein. Mit dabei der Wildtierökologie Moritz Ott (LEV Ravensburg). Er setzt sich mit Leidenschaft für den Schutz des Moorfroschs ein und geht bei der Akquise von Verbündeten innovative Wege, z. B. mit dem Green-Pulse-Festival auf Schloss Achberg.

Chancen und Herausforderungen bei der Wiedervernässung von Mooren gemeinsam mit Landwirtschaft und Kommunen sind das Thema von Luisa Gedon und Volker Kromrey (Bodensee-Stiftung). Allein in den Landkreisen Konstanz und Bodenseekreis gibt es mehr als 5000 Hektar Moore. Da sie größtenteils trockengelegt sind, werden sie nicht als solche erkannt. Weit fataler: Der Torfboden setzt eingelagertes CO2 frei. Laut LUBW werden in den beiden Landkreisen knapp 150.000 Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen. Pro Jahr!
Wie aber können Landwirt*innen die Flächen nach einer Wiedervernässung weiter bewirtschaften? Wie Einnahmen generieren? Daran arbeitet die Bodensee-Stiftung gemeinsam mit den Bewirtschafter*innen, Eigentümer*innen, Behörden und Unternehmen.

Nach einem Podiumsgespräch besteht Raum für Fragen aus dem Publikum.

Wann: Mittwoch, 15. April 2026, 19:30 Uhr (Film, Publikumsgespräch 20:30 Uhr)
Wo: Kulturzentrum „Die Gems“, Mühlenstraße 16, Singen am Hohentwiel
Teilnehmer*innen Nachgespräch:
Moritz Ott (Wildtierökologe, Vorsitzender des LEV Ravensburg),
Luisa Gedon, Projektmanagerin PROmoor/Bodensee-Stiftung,
Volker Kromrey, Geschäftsführer der Bodensee-Stiftung
Moderation: Anja Wischer
Eintritt: 9 Euro

Weitere Informationen zum Film „Wie geht Natur?!“
Weitere Informationen zu PROmoor