Jetzt auch Stadt Wiesloch Teil der Insektenfördernden Region Oberrhein

Neben der Landwirtschaft haben Kommunen eine erhebliche Flächenwirkung, weshalb diese eine Schlüsselfunktion beim Insektenschutz tragen“,

so Saskia Wolf von der Bodensee-Stiftung, welche gemeinsam mit Kollegen Dr. Patrick Pyttel die IFR Oberrhein voranbringt.

Blick aus der Forschperspektive auf einen Straßenverlauf. Rechts parken Autos, links blühen Blumen auf dem Straßentrennstreifen.
Straßenbegleitbrün in Radolfzell. Copyright: Saskia Wolf

Bereits mit dem Beschluss ein Insektenschutzkonzept zu erstellen wurden in der Stadt erste Weichen in Richtung Biodiversitätsförderung gestellt. Neben fachlichem Input zu ebendiesem bearbeitet die Bodensee-Stiftung maßgeblich drei Handlungsfelder. So wird es in den kommenden Monaten eine Beitragsreihe für Bürger*innen geben, worin sie erste Anregungen erhalten, wie ihre Gärten mit geringem Pflegeaufwand insektenfreundlicher gestaltet werden können. Durch Aufwertungen gemeindeeigener Flächen kommt die Stadt in den nächsten Jahren ihrer Vorreiter-Rolle in Sachen Artenschutz nach. Damit die fachgerechte Pflege dieser Flächen auch langfristig sichergestellt werden kann, werden Bauhofmitarbeiter der Stadt zu diesen Themen geschult.

Bis mindestens Ende 2024 wird die Bodensee-Stiftung im Rahmen des LIFE Projektes Insektenfördernde Regionen in der IFR Oberrhein (Rhein-Neckar-Kreis sowie der Stadt- und Landkreis Karlsruhe) bestehende Aktivitäten unterstützen, Akteure vernetzen, Flächen aufwerten und Erfolge sichtbar machen.

Die Insektenfördernde Region (IFR) nördlicher Oberrhein ist eine von bundesweit sieben Regionen, die von der Bodensee-Stiftung gemeinsam mit Projektpartnern im Rahmen des gleichnamigen EU LIFE Projektes ins Leben gerufen wurde. Hauptakteure einer IFR sind Landwirtschaft und Lebensmittelbranche, aber auch kommunale Akteure, Industrie und andere Landnutzer können als Teil der IFR aktiv zum Insektenschutz beitragen!

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