Strategiedialog Landwirtschaft: Bodensee-Stiftung bringt sich ein

Bei der Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags im neuen Schloss in Stuttgart (von links): Sascha Damaschun, Geschäftsführer BODAN GmbH, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Patrick Trötschler, Geschäftsführer und Programmleiter Landwirtschaft und Lebensmittel der Bodensee-Stiftung.

„Uns war und ist als Bodensee-Stiftung wichtig, die Flächenwirksamkeit von biodiversitätsfördernden Maßnahmen deutlich zu erhöhen“, betont Patrick Trötschler. Dazu setzt sich die Stiftung auf verschiedenen Ebenen dafür ein, dass unter anderem produktionsintegrierte Maßnahmen der Landwirtschaft finanziell honoriert werden. „Es ist höchste Zeit, dass die Landwirtschaft in Baden-Württemberg noch viel mehr als bisher auf biodiversitätsfreundliche Anbaumethoden setzt und den Pestizideinsatz verringert. Dafür brauchen die Landwirt*innen entsprechende Aus- und Fortbildungsangebote, eine unterstützende Beratung und attraktive Vergütungen für diese Leistungen durch staatliche Förderprogramme und den Lebensmittelhandel“, sagt Patrick Trötschler.

„Landwirtschaftliche Betriebe werden mehr Biodiversitätsmaßnahmen und -leistungen erbringen, wenn die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit der Maßnahmen gesichert sind“, heißt es nun auch im Gesellschaftsvertrag (S.21). Als eine prioritäre Handlungsempfehlung ist die Inwertsetzung und Bewerbung von Biodiversitätsleistungen in der Landwirtschaft festgehalten: „Die Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft sowie die Inwertsetzung der Biodiversitäts- und Ökosystemdienstleistungen der Landwirtschaft durch die Gesellschaft sind wichtige Kriterien, um eine biodiversitätsfördernde landwirtschaftliche Produktion und Wertschöpfungskette zu schaffen.“ Landwirtschaftliche Betriebe werden mehr Biodiversitätsmaßnahmen und -leistungen erbringen, wenn die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit der Maßnahmen gesichert sind. Akteurinnen und Akteure der Wertschöpfungskette werden aufgerufen, ein Konzept zur Inwertsetzung von Biodiversitätsleistungen der Landwirtschaft zu entwickeln.

Der Gesellschaftsvertrag umfasst Handlungsempfehlungen und konkrete Selbstverpflichtungen der beteiligten Akteure in fünf Bereichen:

  • Regionale und qualitativ hochwertige Lebensmittel fördern
  • Wandel der Landwirtschaft muss sich rechnen
  • Mehr Transparenz für Verbraucher schaffen
  • Regionale Außer-Haus-Verpflegung weiter ausbauen
  • Landwirtschaft und Artenvielfalt noch stärker in Bildung verankern

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