Insektenfördernde Regionen

Der Insektenschwund steht stellvertretend für den dramatischen Verlust der biologischen Vielfalt. Einzelmaßnahmen wie Blühstreifen allein reichen nicht, um dem entgegenzuwirken. Das Projekt will mit Landnutzungsgruppen sensibilisieren, schulen und zur Umsetzung von Maßnahmen motivieren – für effektiven Insektenschutz auf Landschaftsebene.

Ziel von LIFE Insektenfördernde Regionen ist es, stabile regionale Allianzen mit zahlreichen Landnutzer*innen gemeinsam mit der Lebensmittelbranche für einen Insektenschutz mit hoher Flächenwirkung zu etablieren.

Relevanz

Das Konzept der Insektenfördernden Regionen adressiert mit der Landwirtschaft und Lebensmittelbranche große Flächenpotenziale zur Insektenförderung. Es bietet die Möglichkeit, auf regionaler Ebene unter enger Einbeziehung der Landnutzungsakteure tragfähige und wirtschaftliche Lösungen für eine biodiversitäts- und insektenfreundliche Landwirtschaft zu entwickeln und in der landwirtschaftlichen Praxis und darüber hinaus zu verankern.

Umsetzung

In 7 insektenfördernden Regionen werden regionale Biodiversitäts-Aktions-Pläne erstellt. Auf je 10 Vorreiter-Betrieben werden Maßnahmen für den Insektenschutz erprobt und weitere Landwirte motiviert, einen gehaltvollen Aktionsplan umzusetzen. Die Wirkungen auf die Insekten und Biologische Vielfalt werden mit einem Monitoring erfasst. Gleichzeitig werden Landwirt*innen, Berater*innen und Lebensmittelunternehmen geschult und Verbraucher*innen für das Thema sensibilisiert. Wichtig ist auch, attraktive Anreize für Landwirte und die Honorierung des „added value“ durch öffentliche Programme und die Lebensmittelbranche zu erwirken.

  • HANDLUNGSFELD
    Landwirtschaft & Lebensmittel
  • PROJEKTGEBIET
    Deutschland und Südtirol
  • LAUFZEIT
    09.2020 – 10.2025
  • ZIELGRUPPEN
    Landwirtschaft, Kommunen, Unternehmen, Bürger*innen

Ansprechperson

Patrick Trötschler Leiter Handlungsfeld Landwirtschaft und Lebensmittel

„Einzelne Blühstreifen reichen nicht aus, um das dramatische Insektensterben zu stoppen. Wir brauchen eine moderne Förderpolitik, die Naturschutzziele und Landwirtschaft besser verbindet. Wir empfehlen kooperative, landschaftsbezogene Förderprogramme, die alle Landnutzungsakteure einbinden.”

Patrick Trötschler, Leiter Handlungsfeld Landwirtschaft & Lebensmittel

Projektförderer

  • EU LIFE
  • Logo Deutsche Bundesstiftung Umwelt
  • Logo Deutsche Postcode Lotterie
  • Logo Rentenbank
  • Landratsamt Bodenseekreis
  • Sparkasse Bodensee
  • Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

Weitere Themen