Atlas: Torfgebiete weltweit im Überblick

Zusehen ist das Cover des Atlas.

Trotz ihrer entscheidenden Rolle bei der Abschwächung des Klimawandels und der Bereitstellung wichtiger Ökosystemleistungen sind Torfgebiete stark bedroht und gehören nach wie vor zu den am schlechtesten verstandenen und am wenigsten überwachten Ökosystemen der Welt.

Als Schlüsselprodukt der Global Peatlands-Initiative ist der Atlas ein wertvolles Instrument für Entscheidungsträger, das Daten, Beweise und klare Einblicke in den globalen Zustand der Torfgebiete liefert. Indem er die Kluft zwischen Wissenschaft und Politik überbrückt, zeigt er Bedrohungen und Chancen auf und ermöglicht so fundierte Entscheidungen, die deren nachhaltige Bewirtschaftung in den Vordergrund stellen. Darüber hinaus zeigt der Atlas das weltweite Potenzial für die Erhaltung und Wiederherstellung von Torfgebieten auf, wobei der Schwerpunkt auf Regionen liegt, die durch künftige Planungen und Entwicklungen besonders gefährdet sind.

Aufbauend auf dem Global Peatlands Assessment und der dazugehörigen Global Peatland Map 2.0, die im Jahr 2022 veröffentlicht wurden, präsentiert der Atlas aktualisierte und neu gestaltete Hotspot-Karten. Er deckt eine Reihe thematischer Schichten ab, darunter Biodiversität und Artenreichtum, Schutzgebiete, Berg- und Permafrosttorfgebiete, aride und subaride Torfgebiete, Entwässerung und Degradation, Treibhausgasemissionen, Verkehrsinfrastruktur und Urbanisierung, Landwirtschaft, Industrialisierung (z. B. Bergbau, Öl und Gas), Überschwemmungen, Bodensenkungen, Brände und mehr.

Der Global Peatland Hotspot Atlas, der am 21. November 2024 veröffentlicht wurde, ist ein Aufruf zum Handeln – nicht nur, um ein Ökosystem zu schützen, sondern auch, um die menschliche Dimension anzuerkennen und zu verstehen, dass das Schicksal der Torfgebiete untrennbar mit der Zukunft unseres Planeten und seiner Bewohner*innen verbunden ist.

Blick von einem Turm herunter auf einen Teil des Pfrunger-Burgweiler Rieds.
Blick vom Bannwaldturm auf einen Teil des Pfrunger-Burgweiler Rieds. Copyright: Bodensee-Stiftung

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