Biodiversität und Klimawandelanpassung: Kommunen lassen sich inspirieren 

Als Inspiration für mögliche Maßnahmen diente eine Exkursion für Vertreter*innen von Städten und Gemeinden zu guten Beispielen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 30 Interessierte, überwiegend von Kommunalverwaltungen aus der DACH-Region, haben daran teilgenommen.

Mehrere Personen stehen entlang eines naturnahen Teiches in einem gepflegten Garten und betrachten die Wasserpflanzen und das Ufergrün. Im Hintergrund sind große Nadelbäume und Wohngebäude zu sehen.
Das Seniorenheim Haslach Au in der Schweiz war ein Ziel der Exkursion – hier mit dem Fokus Integration von Wasser in die Freiflächengestaltung. Copyright: Bodensee-Stiftung

Nach einer Einführung ins Thema im Naturmuseum St. Gallen gewannen die Teilnehmer*innen zunächst Einblicke in die Vision „Grünes Gallustal” https://www.gruenesgallustal.ch/. Im Anschluss lernten sie im Seniorenheim Hof Haslach Au (ebenfalls Schweiz) das Konzept „Green Care“ kennen und Beispiele dafür, wie Wasser zur Gestaltung klimawandelangepasster und biodiversitätsfreundlicher Siedlungsflächen beitragen kann. Die Bepflanzung des Heimgartens bietet den Bewohner*innen viel Schatten, so dass sie sich gut geschützt auch an wärmeren Sommertagen im Freien aufhalten können. Mit viel Umsicht ist die Infrastruktur gestaltet, von den Wegen bis zu den Hochbeeten, an denen durch ihre besondere Form auch Menschen im Rollstuhl aktiv arbeiten können.

In der österreichischen Gemeinde Lauterach, unter anderem Mitglied beim e5-Landesprogrogramm für energieeffiziente Gemeinden, war der Neubau der Volksschule Ziel der Exkursion, als ein Beispiel für naturnahes Bauen. Beim Neubau der Schule hatten bestehende Bäume Bleiberecht. Gebäude wurden um sie herum geplant bzw. wurden Bäume in die Gebäude oder beispielsweise in die Überdachung eines Platzes integriert. Eine Besonderheit ist auch der versickerungsoffene Bodenbelag auf den Verkehrsflächen der Schule und ein Gründach, das von Schüler*innen gerne als Leseinsel genutzt wird.
Die Entsiegelung für Bäume und Alleen stand beim Besuch von Bregenz im Mittelpunkt, bevor in Lindau die Fassadenbegrünung und deren Wirkungen und Besonderheiten in Augenschein genommen wurden.

Interessierte können sich bis Januar 2024 zum „Spiel ohne Grenzen“ anmelden.

• Informationen zu Strategien und Maßnahmen zum Thema Biodiversität und Klimawandelanpassung aus Forschung und Praxis
• Fachveranstaltungen und Exkursionen zu beispielhaften Flächengestaltungen
• dem Austausch mit anderen Kommunen, die sich auf den Weg ins Zukunftsgrün machen oder gemacht haben
• Fortbildungen für Bauhof-Mitarbeitende
• Fortbildungen für Bürger*innen/Ehrenamtliche
• einer Stadtbaum-Kampagne

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