Projekt Zukunftsgrün: Exkursion für Gärtner*innen zu Best-Practice-Gelände

Gruppenfoto der teilnehmenden der Exkursion. Sie tragen orangene Warnwesten.
23 Gärtner*innen der Stiftung Liebenau diskutierten bei einer Exkursion auf Firmengeländen in Gaggenau und Rastatt Best-Practice-Beispiele für die biodiversitätsfreundliche und klimawandelangepasste Gestaltung von Liegenschaften. Copyright: Bodensee-Stiftung

Die Stiftung Liebenau ist Kooperationspartner im Interreg-Projekt Zukunftsgrün. Die Einrichtung mit europaweit rund 130 Standorten verfügt über vielseitige Grünflächen. Die Stiftung beschäftigt rund 60 Gärtner*innen, bildet im stiftungseigenen Berufsbildungswerk selbst aus und bietet Externen Dienstleistungen im Garten- und Landschaftsbau an. 23 Gärtner*innen der Stiftung sind einer Einladung der Bodensee-Stiftung zu einer Exkursion zu Firmengeländen des Mercedes-Benz Werks Gaggenau mit seinen Werkteilen in Gaggenau und Rastatt unter Leitung von Frieder Weigand gefolgt, um Beispiele für klimawandelangepasste und biodiversitätsfreundliche Gestaltung zu diskutieren.

Die Stiftung Liebenau wird im Rahmen des Projekts Wege entwickeln, Ansätze zur naturnahen Gestaltung zu skalieren. Die Bodensee-Stiftung unterstützt die Stiftung dabei, auf sechs Pilotstandorten (Eriskirch, Tettnang, Schloss Liebenau und Hegenberg im Bodenseekreis sowie Rosenharz und das Berufsbildungswerk im Kreis Ravensburg) Lösungen für eine biodiversitätsfreundliche und klimaangepasste Gestaltung zu entwickeln und zu erproben.

Das Projekt umfasst für die Bodensee-Stiftung Standortanalysen, die Einbindung der Flächennutzer*innen, die Schulung von Landschaftsgärtner*innen sowie die Moderation der Entwicklung von Maßnahmen und Umsetzungsplänen für die Liegenschaften der Stiftung Liebenau. Den Auftakt machte die Exkursion mit Mitarbeiter*innen aus dem Landschafts- und Gartenbau der Stiftung Liebenau mit dem Blick auf Best Practice Beispiele. Im Fokus standen hier zunächst trockene und nährstoffarme Standorte, die Spezialisten unter Pflanzen und Tieren Lebensraum bieten. Sie sind in der Pflege wenig aufwändig und können unter anderem mit verschiedenen mageren Substraten inzwischen selten gewordenen Lebensraum bieten. Rund 50 Prozent der Wildbienen nisten im Erdboden. Viele Arten darunter bevorzugen zum Beispiel Sandflächen, die die Trockenlebensräume in Rastatt und Gaggenau anbieten. In folgenden Veranstaltungen – als weitere Exkursion, vor Ort oder auch online – werden im Verlauf des Projekts weitere Lebensräume betrachtet, kündigt Projektmanagerin Daniela Dietsche von der Bodensee-Stiftung an.

Die Stiftung Liebenau will mit gutem Vorbild vorangehen und anderen sozialen Einrichtungen, Kommunen, Unternehmen und Bürger*innen ihre Erfahrungen zugänglich machen. Unter anderem sind Trainings- und Fortbildungsangebote vorgesehen, die auch für Bauhöfe und Garten- und Landschaftsbaubetriebe offen sind. Die Maßnahmen auf den Liegenschaften der Stiftung Liebenau sollen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und als „Lernorte“ aufbereitet werden.

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