Offener Brief: Lebendige Demokratie braucht Transparenz und Beteiligung

In einem Offenen Brief reagieren die Umwelt- und Tierschutzorganisationen BUND, Deutsche Umwelthilfe, Deutscher Tierschutzbund, Germanwatch, Greenpeace, NABU, WWF und der Dachverband DNR (die Bodensee-Stiftung ist Mitglied des DNR) mit großer Irritation auf die Forderungen aus den Koalitionsverhandlungen, die Transparenz-, Beteiligungs- und Klagerechte künftig massiv einzuschränken. Die Ergebnispapiere verschiedener Koalitions-Arbeitsgruppen sehen vor, das Informationsfreiheitsgesetz abzuschaffen, das Umweltinformationsgesetz „zu verschlanken“ und die Verbandsklagerechte deutlich einzuschränken.

Anstatt über eine Einschränkung zu diskutieren, wäre es nach Überzeugung der beteiligten Organisationen viel sinnvoller, das zersplitterte und bürokratische Transparenzrecht zu vereinheitlichen. Zudem betonen die Unterzeichnenden, dass sowohl das Verbandsklagerecht, als auch das Umweltinformationsrecht nachweislich maß- und verantwortungsvoll genutzt würden. Ein Versuch, das Verbandsklagerecht zu reduzieren, würde darüber hinaus erhebliche Rechtsunsicherheiten schaffen.

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