RüBi: Mehr Rückhalt für Biodiversität

Naturnahe Retentionsflächen als Baustein für Klimaresilienz und Biodiversität im Siedlungsraum.

RüBi verfolgt das Ziel, die naturnahe Gestaltung oberirdischer Retentionsflächen endlich in die Breite zu bringen. Adressiert werden in dem Projekt alle beteiligten Stakeholder (Planende, Ausführende, Kommunen und Bauherr*innen), um Vorbehalte abzubauen, machbare Lösungen aufzuzeigen und den Weg in eine neue Umsetzungspraxis zu finden.

Relevanz

Oberirdische Retentionsflächen sind – einmal gebaut – langfristig stabil. Sie bieten damit eine große Chance, dauerhaft wertvolle wechselfeuchte Habitate im Siedlungsraum zu etablieren. Aktuell werden Retentionsflächen in Deutschland immer noch meist artenarm mit Rasen begrünt. Dabei kann eine naturnahe Gestaltung nicht nur zum Schutz der biologische Vielfalt beitragen, sie kann auch helfen, die Versickerungsleistung in oberirdischen Retentionsflächen zu verbessern.

Umsetzung

RüBi ist mehrschrittig aufgebaut und adressiert die gesamte Kette der Beteiligten. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Wissensvermittlung, sondern die konkrete Begleitung von Projekten und der Aufbau eines Netzwerks, das Vorbehalte abbaut und gute Praxis sichtbar macht.

Dabei gehen wir in vier Schritten vor:

  • Umfrage zum Status quo: Planende, Ausführende, Kommunen und Bauherr*innen werden zu aktueller Praxis, Hindernissen und Flächenpotenzial befragt.
  • Vorbehalte ausräumen: Technische, rechtliche und gestalterische Argumente werden in Best-Practice-Beispielen aufbereitet und verbreitet.
  • Pilotprojekte begleiten: Konkrete Planungsprozesse werden fachlich unterstützt und dokumentiert.
  • Wissen verbreiten: Über Fachverbände, Zeitschriften und Veranstaltungen sowie ein Expertennetzwerk werden Erkenntnisse in die Breite getragen.

Oberirdische Retentionsflächen sind ein fester Bestandteil der Entwässerungsplanung – doch wie sie gestaltet werden, hängt von vielen Faktoren ab. Um ein realistisches Bild der aktuellen Praxis zu gewinnen, lädt das Projekt „RüBi: Mehr Rückhalt für Biodiversität“ diejenigen zur Teilnahme an einer Umfrage ein, die täglich damit befasst sind: Kommunen, Immobilienwirtschaft, Planende und Ausführende Betriebe.

Die Umfrage umfasst Fragen zur aktuellen Praxis, zu Rahmenbedingungen ihrer Arbeit und zu möglichen Hürden und Potenzialen. Die Teilnahme dauert ca. 10 Minuten, die Angaben können anonym bis Montag, 6. Juli 2026, abgegeben werden.

  • HANDLUNGSFELD
    Unternehmen & biologische Vielfalt
  • PROJEKTGEBIET
    Deutschland
  • LAUFZEIT
    04.2026 – 03.2028
  • ZIELGRUPPEN
    Planende, Ausführende, Kommunen und Bauherr*innen

Ansprechperson

Portrait von Daniela Dietsche
Daniela Dietsche Projektleiterin

Projektförderer

  • Logo Bundesamt für Naturschutz
  • Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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