Mission to Marsh: Kinofilm mit Diskussion zum Wert von Mooren und ihrer Wiedervernässung auch im Landkreis Konstanz
Donnerstag, 15. Oktober, 2026 | 18:30 Uhr | Zebra-Kino, Joseph-Belli-Weg 5, 78464 KonstanzFaszinierende Naturräume voller Schönheit und Wunder – und Kraftpakete im Klimaschutz: Moore. In dem auch sehr persönlichen Roadmovie „Mission to Marsh“ führen die Filmemacher*innen Ann Kathrin und Alexander Kornelsen zu Mooren von Kanada bis Feuerland, zu politischen Entscheidungsträger*innen und engagierten Wissenschaftler*innen. Und sie zeigen augenzwinkernd, wie man Mooren leidenschaftlich verfallen kann.
Von Sumpflandschaften über Mangrovenwälder führt der Kinoabend in einer Diskussion im Anschluss zu den Mooren im Landkreis Konstanz.
Auf dem Podium werden diskutieren:
- Ann Christin Kornelsen, Gründerin und wissenschaftliche Leiterin der Mission to Marsh gGmbH, Moorforscherin am Institut für Geographie, Universität Osnabrück
- Luisa Gedon, Bodensee-Stiftung
- Christoph Schulz, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried, Moor-Kompetenz-Vernetzungsstelle „Klima Chance Moore“
Ann-Christin Kornelsen wird Einblicke in die Entstehung des Films geben, berichten, was seine Veröffentlichung ausgelöst hat – und weshalb ihre Leidenschaft für Moore weiter gewachsen ist. Sie arbeitet aktuell an der Universität Osnabrück im Projekt MOOSland und beschäftigt sich darin mit der landwirtschaftlichen Nutzung entwässerter Moorböden.
Was für eine Wiedervernässung von trockengelegten Moorflächen nötig ist und wie sie gelingen kann – darin hat Christoph Schulz, Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried Erfahrung. Der Diplom-Verwaltungswirt war 16 Jahre Bürgermeister von Ostrach, einer großen Anlieger-Gemeinde des zweitgrößten zusammenhängenden Moorgebiets in Südwestdeutschland, bevor er sich auf den Moorschutz konzentrierte.
Luisa Gedon,Projektmanagerin bei der Bodensee-Stiftung, arbeitet im Projekt PROmoor für die Wiedervernässung von Mooren im westlichen Bodenseeraum. Die Geoökologin sucht das Gespräch mit Landwirtschaft, Kommunen und Behörden und ist bundesweit in verschiedenen Moor-Netzwerken aktiv. Eine Rolle spielt unter anderem der Aufbau von Wertschöpfungsketten zur Nutzung von Paludikulturen (Pflanzen, die auf feuchtem Boden gedeihen).
Warum sind Moore so bedeutend?
Moore bedecken nur etwa 3 Prozent der Landoberfläche der Erde, speichern aber rund doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammen. Intakte Moore können zudem vor Dürren und Hochwasser schützen und die biologische Vielfalt fördern.
In trockengelegten Mooren (rund 95 Prozent der Moore in Deutschland) kommt der über Jahrtausende gespeicherte Kohlenstoff mit Sauerstoff in Kontakt und wird dabei als Kohlendioxid (CO2) freigesetzt. Die Moorfläche im Landkreis Konstanz beträgt 2818 Hektar. Laut Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg stoßen die trockengelegten Flächen jährlich 78.000 Tonnen CO2-Äquivalente aus.
Veranstaltungsbeginn: 18:30 Uhr, Diskussion: 20 Uhr
Eintritt: 5 Euro
Karten können auf der Webseite des Zebra-Kinos reserviert werden: https://zebra-kino.de/tickets/
Weitere Informationen zum Projekt PROmoor: Moor muss nass: Natürlicher Klimaschutz in der Region Hegau-Bodensee | Die Bodensee-Stiftung
Eintritt: 5 Euro.

