Mehr Leben in der Stadt dank “Lazy Gardening” – Bodensee-Stiftung

Mehr Leben in der Stadt dank “Lazy Gardening”

Biodiversität ganz einfach fördern

Handlungsfeld: Natur- und Gewässerschutz

Projektziele: Das Projekt sensibilisiert die Öffentlichkeit für die Bedeutung von biologischer Vielfalt und gibt Handreichungen und Praxistipps, wie jede*r leicht auf den eigenen Grünflächen biologische Vielfalt fördern kann.

Projektgebiet: Stadt Radolfzell

Laufzeit: 01.09.2025 – 31.08.2026

Hintergrund

Biologische Vielfalt sichert Ökosystemleistungen wie Filterung und Speicherung von Wasser, Bestäubung, Erhalt von Bodenfruchtbarkeit und natürliche Schädlingskontrolle. Nicht zuletzt trägt sie zum menschlichen Wohlbefinden bei. Aber: In Deutschland ist ein Drittel der Arten gefährdet, etwa drei Prozent sind laut Faktencheck Artenvielfalt bereits ausgestorben. Der Biodiversitätsverlust hat massive Auswirkungen auf unsere Zukunft. Wissen über die Gefahren wie auch die Möglichkeiten gegenzusteuern, ist aber in der Bevölkerung noch nicht stark verbreitet.

Umsetzung

„Lazy Gardening“ lädt alle Radolfzeller*innen sehr niederschwellig dazu ein, Biodiversität vor der eigenen Haustüre zu fördern, indem sie ihre Grünflächen bis Ende Mai gar nicht mähen und im Anschluss die Fläche räumlich und zeitlich versetzt mähen – ihren Rasenmäher also erst in Urlaub und dann in Teilzeitarbeit schicken. Die Bodensee-Stiftung unterstützt die „faulen Gärtner*innen“ von Februar bis in den Herbst mit Informationen und Veranstaltungen, bringt sie z.B. bei gegenseitigen Gartenbesuchen oder einem Sensenkurs miteinander in den Austausch und lädt zu citizen science ein, so dass auch Bürger*innen, die keine eigene Grünfläche haben, Insekten auf öffentlichen Grünflächen per App dokumentieren können.

Das Projekt bringt Bürger*innen verschiedener Generationen wie auch aus Kernstadt und Ortsteilen zusammen, unterstützt die Klimawandelanpassung von Radolfzell und fördert die Identifikation mit der Kommune als Umwelthauptstadt. Das Projekt lehnt sich an die Kampagne „no mow may“ an, baut sie aber aus, indem die Bodensee-Stiftung die Gärtner*innen auch über den Mai hinaus umfassend über die Bedeutung von Ökosystemleistungen wie auch das Handling von Grünflächen informiert und fachlich begleitet.

 

Material zum Download

Hier finden Sie eine Auswahl von Hinweisschildern, die Sie ausdrucken und in Ihrem Garten aufhängen können, so dass Spaziergänger*innen und Nachbar*innen von Ihrem Engagement erfahren.

Hinweisschild Gartenschild Lazy Gardening 5-Sterne-Hotel

Hinweisschild “Wir sind faul für die Natur” Gartenschild Lazy Gardening Bestäuberarbeit

Hinweisschild Gartenschild Lazy Gardening Check-In Bestäuber, Check-out Rasenmäher

Kontakt

Ansprechpartner: Dr. Immanuel Schäfer

E-Mail: immanuel.schaefer@bodensee-stiftung.org

Telefon: +49 (0) 7732-9995-442

Projektförderer

„Mehr Leben in der Stadt dank ‚lazy gardening‘“ ist ein Gewinnerprojekt des Bürgerbudgets 2025 der Stadt Radolfzell.

 

März: Was gibt es jetzt im Garten zu tun?

Für die faulen Gärtner*innen: Nichts

Für die faulen Gärtner*innen, die ihren Garten langfristig naturnah umgestalten wollen: Wenn Sie zum Beispiel ein Stück Rasen naturnah entwickeln lassen möchten, können Sie diese Fläche nun umbrechen. Entfernen Sie die Grasnarbe und lassen Sie Wurzeln und Gräser austrocknen. Das geht händisch (siehe links) oder (einfacher!) mit einer Gartenfräse. Evtl. müssen Sie den Arbeitsgang nach zwei, drei Wochen nochmals wiederholen.

Wir geben zu: So eine brache Fläche sieht erstmal nicht besonders schön aus. Aber Sie können stolz auf Ihre Arbeit sein! Wir wissen, wovon wir sprechen: Wir haben eine Fläche auf der Mettnau entsprechend bearbeitet (siehe Foto).

 

Info-Vortrag stößt auf großes Interesse

Mehr als 20 interessierte Radolfzeller*innen sind zu unserem Vortrag am 6. März ins Mehrgenerationenhaus gekommen. Hier gibt es einen Bericht über die Veranstaltung.