UPK Basel – ein Pionier als Vorbild auch für deutsche Unternehmen – Einladung zum Herbstspaziergang

Die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel sind Vorreiterunternehmen in Sachen naturnaher Gestaltung des Firmenareals. Das Gelände als auch das Gesundheitsunternehmen selbst werden nun in einer Best-Practice Broschüre vorgestellt. Anlässlich der Veröffentlichung der Broschüre bieten die UPK Basel zusammen mit der Bodensee-Stiftung am Dienstag den 26.11.2013 um 14:00 Uhr eine Führung über das Firmenareal an.

Radolfzell/Basel: Arbeiten in einer grünen Umgebung – für manche Arbeitnehmer ist dies tatsächlich Wirklichkeit. Einige wenige Unternehmen beschäftigen sich schon seit vielen Jahren mit der Frage wie sie ihr Firmenareal attraktiver und naturnaher gestalten können. Einheimische Sträucher statt Exoten, Blumenwiese anstelle von Sportrasen: den Gestaltungsmöglichkeiten werden hier keine Grenzen gesetzt. Dabei wird nicht nur der Natur wieder Raum zurückgegeben, sondern auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter wird dadurch gesteigert werden. Ein Blick vom Schreibtisch ins Grüne, Mittagspause mit Vogelgezwitscher - eine naturnahe Umgebung erhöht die Konzentration und die Aufmerksamkeit und trägt zu einer schnelleren Genesung von Patienten bei. Ein Unternehmen, das diese Synergien zwischen Natur und Gesundheit nutzt ist die UPK Basel. Das Areal wird schon seit Jahren naturnah bewirtschaftet und sowohl von Patienten als auch von Mitarbeitern intensiv genutzt. Dabei war die Umstellung von dem geordneten Grün in eine blühende Landschaft, zu Beginn recht kontrovers diskutiert worden. Heute, davon ist auch die Geschäftsleitung überzeugt, entscheiden sich Patienten unter anderen auch aufgrund des Parkareals für diese Klinik. Wegen der naturnahen Gestaltung und nicht zuletzt auch weil die UPK Basel zu den ersten gehören, die sich von der Stiftung Natur und Wirtschaft haben zertifizieren lassen, hat es für andere Unternehmen – auch für deutsche und österreichische – Vorbildcharakter.

Die Schweizer Stiftung Natur und Wirtschaft hat das Thema „naturnahe Gestaltung“ schon vor einigen Jahren aufgegriffen und vergibt ihr Qualitätslabel an Firmen, die mindestens 30% des Gebäudeumschwungs naturnah gestaltet haben. Gegenwärtig sind 318 Firmen in der Schweiz mit dem Label ausgezeichnet. Die Vorgehensweise und die Erfahrungen wurden nun auch auf Deutschland übertragen. Angestoßen wurde es durch das Projekt „Unternehmen und Biologische Vielfalt am Bodensee“, welches vom Programm „Interreg IV Alpenrhein – Bodensee – Hochrhein“ und der Heinz-Sielmann-Stiftung unterstützt wird. Das Projekt spricht gezielt Unternehmen an, um sie für den fortdauernden Verlust der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren und zu motivieren, sich für dessen Erhalt zu engagieren. Im Rahmen des Projekts haben Unternehmen die Möglichkeit, eine Erstberatung zur naturnahen Gestaltung ihres Firmenareals oder einen Biodiversity-Check, der die Auswirkungen eines Unternehmens auf die Biodiversität untersucht, in Anspruch zu nehmen. Die Ergebnisse sind in beiden Fällen praktische Maßnahmenvorschläge, zum Beispiel wie ein Unternehmen sein Firmenareal ökologisch aufwerten oder den Aspekt Biodiversität im Tagesgeschäft besser berücksichtigen kann. Aufgrund der guten Resonanz auf Seiten der Unternehmer wurde das Thema „naturnahe Firmenareale“ mittels eines weiteren Projektes nun deutschlandweit ausgeweitet.

Um weitere Unternehmen mit dem Thema vertraut zu machen und sie zu motivieren, ihr Firmenareal auch naturnah zu gestalten, werden Vorbildunternehmen wie die UPK Basel nun in Best-Practice Broschüren vorgestellt. Die Broschüren heben das besondere des jeweiligen Areals hervor und zeigen, dass naturnah gestaltete Firmenareale keine Naturschutzgebiete darstellen, sondern, dass dort durchaus auch gearbeitet wird.

Interessierte Unternehmens- und Medienvertreter und interessierte Bürger sind herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen. Am Dienstag, den 26.11.2013 um 14:00 Uhr bieten die UPK Basel zusammen mit der Bodensee-Stiftung eine Führung durch das Gelände an. Gerne werden dabei auch Fragen zum Projekt und zum Gelände beantwortet. Zum Beispiel:

  • Welchen Vorteil/Nutzen bringt ein naturnah gestaltetes Firmenareal?
  • Welche Erfahrung hat das Unternehmen bei der Öffentlichkeitsarbeit gemacht?
  • Wie sieht der Pflegeaufwand aus?
  • Wie läuft eine Erstberatung durch das Projektteam ab?

 

Eine zahlreiche Teilnehmerzahl würde uns sehr freuen. Anmeldungen werden von Dr. Kerstin Fröhle unter kerstin.froehle@bodensee-stiftung.org entgegen genommen.

 

Weitere Informationen:

Stiftung Natur und Wirtschaft

Reto Locher, Geschäftsführer

Tel. +41 41 249 40 00 / info@naturundwirtschaft.ch

Bodensee-Stiftung

Sven Schulz: +49 7732 9995 44 / sven.schulz@bodensee-stiftung.org

Kerstin Fröhle: +49 7732 9995 40 / kerstin.froehle@bodensee-stiftung.org

Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel

Andreas Windel, Leiter Betriebe und Qualität
Tel. +41 61 325 50 06 / andreas.windel@upkbs.ch