Kleingewässer für die Bodenseeregion

Kleingewässer für die Bodenseeregion

Netzwerk für Artenvielfalt und Umweltbildung

Handlungsfeld: Natur- und Gewässerschutz

Projektziele: In der Bodenseeregion sollen mindestens 60 Kleingewässer entstehen oder renaturiert werden. Durch gemeinsam entwickelte Umweltbildungsmaßnahmen wird die Bevölkerung für diese wichtigen Lebensräume sensibilisiert und die Akzeptanz gesteigert.

Projektgebiet: Bodenseeregion (Österreich, Schweiz, Deutschland)

Laufzeit: Juni 2015 bis Mai 2019

Hintergrund

Einst entstanden Kleingewässer am Bodensee durch dynamische Prozesse immer wieder neu. In heutigen Kulturlandschaften fehlt diese Dynamik, so dass verlandende Kleingewässer durch regelmäßige Pflege erhalten oder durch Neuanlage ersetzt werden müssen. Über den Zustand und Wert von Kleingewässer gibt es zu wenig Bewusstsein und ihr Schutz wird in der Praxis noch unzureichend umgesetzt. Diese Herausforderungen bestehen in allen Ländern um den Bodensee und können nur gemeinsam gemeistert werden, denn Tiere und Pflanzen kennen keine Ländergrenzen.

Umsetzung

Neun Partner in den drei Ländern legen rund um den Bodensee neue Kleingewässer an. Zahlreiche verbuschte oder verlandete Gewässer werden freigeschnitten und ausgebaggert um sie wieder für Tiere und seltene Pflanzen attraktiv zu machen.

Begleitet werden diese Maßnahmen durch Führungen, Gewässer-Rallyes, Vorträge und Artikel in lokalen Zeitungen um die Bevölkerung über die ökologische Funktion und die Schönheit dieser Lebensräume zu informieren.

Die Bodensee-Stiftung koordiniert das Projekt und sorgt für die Vernetzung und Weiterbildung der Partner. 

Kontakt

Ansprechpartner: Volker Kromrey

E-Mail: volker.kromrey@bodensee-stiftung.org

Telefon: +49 (0) 7732-9995-48

Weitere Informationen

Paradise schaffen für Vögel, Kröten, Libellen und Co.

Kleingewässer sind als Habitate und Trittsteinbiotope und durch ihre positiven Auswirkungen im Umkreis von mehreren Kilometern wichtige Elemente zur Förderung und Erhaltung der Biodiversität. Leider kommen diese Paradise immer seltener in unserer Landschaft vor – eine Situation, die wir auch in der Bodenseeregion beobachten.

Die Partner in dem Projekt wollen mittels Sanierung und Neuanlage dem Kleingewässerschwund entgegen wirken. So nutzten einige der Partner das Projekt für die konkrete Umsetzung von Gewässermaßnahmen. Es wurden sowohl zahlreiche neue Kleingewässer angelegt, als auch eine größere Zahl an bestehenden Gewässern aufgewertet, entbuscht und umgestaltet. Parallel dazu fanden viele Planungsverfahren und Genehmigungsprozesse für die Umsetzung weiterer Maßnahmen sowie die Besichtigung und Prüfung weiterer Projektflächen statt.

Umweltbildung

Neben der Umsetzung von Gewässermaßnahmen spielen auch die Vernetzung der Akteure und Umweltbildung eine große Rolle, um das Engagement der Naturschützer und die Akzeptanz in der Bevölkerung auszubauen und zu etablieren. Im Juli 2017 fand in Wasserburg ein Seminar zur Umweltbildung für Projektpartner und ehrenamtliche Naturschützer statt. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Vorarlberg, dem BUND Lindau und den Naturschutzverein Rheindelta, wurde das Seminar „Gewässer-Rallye“ konzipiert und den Partnern sowie interessierten Ehrenamtlichen kostenfrei angeboten. Die Gewässer-Rallye ist modular aufgebaut, so dass jeder die passenden Stationen für die örtlichen Gewässer auswählen und diese dann mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen eigenständig durchführen kann. Zum Projektende werden die Materialien kostenfrei auf dieser Homepage zur Verfügung gestellt.

Bei Interesse an einer Gewässer-Rallye kontaktieren Sie uns einfach und wir stellen den Kontakt zu einem Akteur in Ihrer Umgebung her.

Als Basis für Zeitungsartikel oder auch den Schulunterricht wurden 24 Fachartikel über Flora und Fauna in Kleingewässern erarbeitet. Diese können nun von den Partnern für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Alle Artikel finden Sie auf dieser Seite im Downloadbereich!