Gute Bioenergiedörfer in Baden-Württemberg

Das Projekt „Gute Bioenergiedörfer in Baden-Württemberg" verfolgt eine verbesserte Energieeffizienz bei der Wärmenutzung, zum Beispiel von Biogasanlagen, Holzhackschnitzelanlagen oder von industrieller Abwärme.

Trotz zahlreicher Bioenergiedörfer, die in den letzten Jahren im südlichen Baden-Württemberg entstanden sind, hat bisher nur jede dritte Biogasanlage ein vernünftiges Wärme-Nutzungs-Konzept. Doch die Hälfte unseres Energieverbrauchs benötigen wir zur Wärmeerzeugung. Um das von der Landesregierung Baden-Württemberg gesteckte Ziel, bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeversorgung von derzeit 11 Prozent auf 16 Prozent auszubauen, bedarf es einer konsequenten Nutzung vorhandener Wärmepotentiale.

Gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg für einen Zeitraum von 2 Jahren und mit einem Projektvolumen von rund 200.000 Euro werden die Bodensee-Stiftung gemeinsam mit der Firma Clean Energy im Projekt:

  •  Bioenergieanlagen ohne oder mit unzureichender Wärmenutzung erfassen,
  •  kostenlose Erstberatungen zur Wärmenutzung in Kommunen durchführen,
  •  Potentialsteckbriefe für Kommunen als Entscheidungshilfe für künftige Investitionen erarbeiten,
  •  ortsscharfe Projektskizzen und Machbarkeitsstudien erstellen,
  •  Informationsveranstaltungen für Bürger, Kommunen, Gemeinderäte und potentielle Investoren anbieten,
  •  Führungen zu bestehenden Bioenergiedörfern,
  •  Erörterung verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten von Nahwärmenetzen und Bioenergiedörfern.

Das Projektgebiet erstreckt sich über die Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen. Untersuchungsschwerpunkte sind die Landkreise Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Sigmaringen.

Der ländliche Raum kann als „Energiespeckgürtel" mit dem Überschuss an Energiegewinnung eine wichtige Rolle bei der lokalen Energiewende einnehmen. Die Nutzung der Abwärme bedeutet nicht nur einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen, sondern stärkt auch dauerhaft die lokalen Wertschöpfungsketten. Die regionale Wertschöpfung kann einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanzsteigerung für Erneuerbare Energien bedeuten. Mit dem Projekt „Gute Bioenergiedörfer in Baden-Württemberg" können sich für die Kommunen nicht nur neue Perspektiven und Handlungsfelder ergeben, sondern auch Einsparungen von Energiekosten möglich gemacht werden.

Das Projekt wird finanziell unterstützt vom Landkreis Schwarzwald-Baar und kann nur dank der Kooperation mit der solarcomplex AG in Singen, dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband in Karlsruhe, der Energieagentur Regio Freiburg und dem Fachverband Biogas e.V. umgesetzt werden.

 

Bei Interesse am Projekt, zum Beispiel für eine Erstberatung in Ihrer Kommune, können Sie sich gerne bei uns melden.

Der Flyer zum Projekt steht Ihnen unten zum Download zur Verfügung.

Ansprechpartner der Bodensee-Stiftung ist Dimitri Vedel, erreichbar unter

dimitri.vedel@bodensee-stiftung.org

oder unter der Telefonnummer:

++49 (0) 7732/999547

  

 

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