Sieg der Vernunft: Kein Serengeti-Highway

Viel zu selten gibt es sie, diese Siege der Vernunft und langfristigen Perspektive. Geplant war ein Highway durch das UNESCO Weltnaturerbe den Nationalpark Serengeti. Die Straße hätte den Nationalpark in zwei Teile gespalten und eine der letzten großen regelmäßigen Wanderungen von Säugetieren auf unserer Erde verhindert: Schätzungen gehen davon aus, dass die Straße schon in 2015 jeden Tag von rund 3.000 Fahrzeugen benutzt worden wäre. Konflikte wären hier vorprogrammiert gewesen und das empfindliche Ökosytem der Serengeti wäre stark beeinträchtigt gewesen.

Am Rande des Treffens der Welterbekommission, gab der Minister für natürliche Ressourcen und Tourimus von Tansania jetzt bekannt, dass die Straße nicht gebaut würde und Alternativen außerhalb des Parks gesucht würden.

Ein Sieg der Vernunft, der das Engagement Tansanias für nachhaltige Entwicklung dokumentiert. Letztendlich kommt die Entscheidung nicht nur dem empfindlichen Ökosystem der Serengeti zu Gute: Für den Tourismus des Landes ist der Nationalpark von erheblicher Bedeutung.

Der Nationalpark liegt fast direkt am Victoria See, der Mitglied des internationalen Seennetzwerks "Living Lakes" ist.

(Bild: Wikipedia)

 

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