Kennzeichnung "GVO-frei" steckt noch in den Kinderschuhen

Passend zum bundesweiten Anbauverbot für gentechnisch veränderten Mais legt nun die Bodensee-Stiftung eine ad-hoc-Studie zur Kennzeichnung und Vermarktung von gentechnikfreien Lebensmitteln aus der Bodenseeregion vor. Die vorliegende Studie gibt einen Einblick in die Situation der Vermarktung und Kennzeichnung gentechnikfreier Produkte in der internationalen Bodenseeregion und soll dazu beitragen, Vermarktungsstrategien für gentechnikfreie Lebensmittel aus der Bodenseeregion zu entwickeln.

Anhand von Interviews mit knapp 30 Lebensmittel-Akteuren aus Österreich, Schweiz und Deutschland wurde die aktuelle Verbreitung der gentechnikfreien Kennzeichnung regionaler Lebensmittel vom Bodensee untersucht. Die Studie gibt detaillierte Auskunft zu den aktuellen gesetzlichen Regelungen in Österreich, Schweiz und Deutschland. Dazu werden die Einschätzung der befragten Lebensmittel-Akteure dargestellt zu aktuellen Regelungen und Informationsdefiziten, Vorteilen, Nachteilen, Kosten und Nutzen der Kennzeichnung, zukünftigen Marktentwicklungen sowie zu den Chancen für die Bodenseeregion. Abgerundet wird die Studie mit Fallbeispielen (Alb-Gold Teigwaren, Taifun-Tofuprodukte) sowie einem Interview mit Bernhard Stoll vom Raiffeisen Kraftfutterwerk in Kehl, wo bereits seit Jahren gentechnikfreie Futtermittel verkauft werden.

Die vorliegende Studie steht im Anhang zu dieser Meldung zum kostenlosen Download bereit. Die Studie wurde gefördert durch Naturschutzbund Österreich, NABU Baden-Württemberg, WWF Schweiz, BUND Baden-Württemberg, Deutsche Umwelthilfe, pro natura Schweiz sowie BODAN - Grosshandel für Naturkost GmbH.

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