Bodensee-Megathlon: Blumen für Teilnehmer und Zuschauer!

Gemeinsam mit Gemeinden und Landwirten hat die Bodensee-Stiftung erstmalig attraktive Blühflächen entlang der Megathlon-Strecken angelegt. Insgesamt wurden in diesem Jahr ca. 10.000 Quadratmeter mit ein- oder mehrjährigen Blühmischungen eingesät. Die rund 15 verschiedenen Blühflächen befinden sich entlang der Rennrad-, Inline- und Mountainbikestrecken in den Gemeinden Moos, Gaienhofen und Öhningen sowie in Bohlingen, Worblingen und Rielasingen.

Die Idee entstand beim Bodensee Megathlon im vergangenen Jahr, als das Bodensee-Naturschutz-Team erstmalig mit am Start war. „Wir dachten, der Bodensee-Megathlon profitiert von der schönen Untersee-Landschaft und wirbt mit ihr. Da sollte die Landschaft doch auch vom Megathlon profitieren. So kamen wir auf die Idee mit den Blühflächen entlang der Rennstrecken“, berichtet Patrick Trötschler von der Bodensee-Stiftung. Beim Bodensee Megathlon liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr an der Rennradstrecke. In den kommenden Jahren werden weitere Flächen aufblühen. „So wird der Bodensee Megathlon Radolfzell noch attraktiver – für die Teilnehmer, die Zuschauer und die Natur. Deshalb fördern wir die Aktion in diesem Jahr“, so Jens Heinert, Vorstand der Sparkasse Singen-Radolfzell. Weitere Förderung kommt von LIFE+ - ein Finanzierungsinstrument der EU im Rahmen der Europäischen Business & Biodiversity Kampagne.

Sehr zufrieden ist auch der Mooser Bürgermeister Peter Kessler. Die Gemeinde hat in diesem Jahr zum ersten Mal Blühflächen angelegt. Die Resonanz seitens der Bürger und Feriengäste ist sehr positiv. „Die Flächen sind vor allem für Radler und Spaziergänger ein Blickfang und werden noch lange über den Megathlon-Termin hinaus blühen. So finden auch die Insekten im ansonsten eher blütenarmen Sommer wieder mehr Nahrung“, fasst Peter Kessler den Mehrfachnutzen der Blühflächen zusammen.

Die Aktion findet im Rahmen des Netzwerks Blühender Bodensee statt, das sich unter Leitung der Bodensee-Stiftung seit 2009 für eine arten- und blütenreichere Bodenseelandschaft einsetzt. Denn Blüten besuchende Insekten wie z.B. Bienen, Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge sind unersetzlich. Mit ihrer Bestäubungsleistung bei 80% der heimischen Kultur- und Wildpflanzen sind sie enorm wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt und die Sicherung landwirtschaftlicher Erträge. Trotz dieser Schlüsselrolle geht es den Blütenbesuchern schlecht. Intensive Landnutzung hat dazu geführt, dass unsere Landschaft im Sommer grüner und blütenärmer geworden ist. Darum finden die Insekten nicht mehr genügend Nahrung und Lebensraum.

Rik Sauser, Organisator des Megathlons, freut sich über die Zusammenarbeit mit den Naturschützern und den Gemeinden. Besonders gut gefällt ihm die kleine Broschüre, die alle Sportler erhalten werden: „Neben den Infos zu den Blühflächen entlang der Strecken bekommen alle Megathleten Blumensamen geschenkt und können selbst ihre kleine Blumenwiese anlegen. Weil bei uns alle Sieger sind, bekommen auch alle Blumen!“

Patrick Trötschler, der mit seinen Naturschutz-Kollegen von BUND, Global Nature Fund und Euronatur auch dieses Jahr wieder am Megathlon teilnehmen wird, hofft, dass die Aktion bei den Sportlern und den Zuschauern gut ankommt. In den nächsten Jahren sollen weitere, vor allem mehrjährige Blühflächen dazu kommen. „Schön wäre natürlich, wenn wir das zukünftig über die Startgebühr finanzieren können. Mit einem Euro mehr pro Teilnehmer könnten wir richtig Farbe in die Landschaft bringen.“

 

 

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