Fracking: Gesellschaftlicher Schulterschluss lässt hoffen – Verbot von Fracking muss der nächste Schritt sein!

Radolfzell 12. Dezember 2012: Am 10. Dezember forderte die Bodensee-Stiftung eine klare Stellungnahme der IBK zum Thema Fracking in der Bodenseeregion. Die Pressemitteilung der Bodensee-Stiftung entstand auf Basis der Medieninformation der IBK zur 33. Regierungschefkonferenz, in der der auf der Konferenz gefasste Beschluss zum Thema Fracking nicht erwähnt wurde.

Die Bodensee-Stiftung dankt der Geschäftsstelle der IBK für die Klarstellung des auf der Konferenz gefassten Beschlusses, der jetzt auch auf der Website der IBK (www.bodenseekonferenz.org) zu finden ist.

Dort heißt es:

"Die IBK vertritt eine kritische Haltung gegenüber dem Einsatz von Fracking im Bodenseeraum. Es dürfen keinerlei Tätigkeiten ausgeführt werden, bei denen ein Risiko besteht, dass das Grundwasser bzw. das Wassers des Bodensees kontaminiert wird. Der Einsatz des Fracking wird, soweit wasserführende Schichten betroffen sein können, zum heutigen Zeitpunkt klar abgelehnt."

Es freut die Bodensee-Stiftung, dass den Regierungschefs der IBK die Bedeutung des Themas für die Region bewusst ist. Insofern diese Aussage so zu verstehen ist, dass grundsätzlich keine Risiken – auch keine „Restrisiken“ - für Grund- und Bodenseewasser – zur Gewinnung fossiler Brennstoffe in der Bodenseeregion in Kauf genommen werden sollen, begrüsst die Bodensee-Stiftung den Beschluss der Regierungschefs. Hier scheint ein Wandel in Politik und Gesellschaft stattgefunden zu haben, der hoffen lässt.

Die Koalition gegen Fracking ist mit dem Beschluss der IBK aus Sicht der Bodensee-Stiftung wieder ein Stückchen gewachsen: „Wir müssen hier aber am Ball bleiben“, meint Jörg Dürr-Pucher, Präsident der Bodensee-Stiftung und erläutert: „Die Begehrlichkeiten werden wachsen. Vor dem Hintergrund knapperer und damit teurerer fossiler Brennstoffe wird Fracking ökonomisch immer interessanter werden. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich eine Regierung bereitfindet, eben doch Risiken einzugehen“.

Aus Sicht der Bodensee-Stiftung besteht der nächste logische Schritt deshalb in einem grundsätzlichen Verbot von Fracking. Jörg Dürr-Pucher: „Die Tür muss zugemacht werden! Der Beschluss der IBK ist ein erster Schritt in die richtige Richtung: Jetzt sollte man gemeinsam darüber nachdenken, wie man nachhaltig und bindend sicherstellt, dass diese Büchse der Pandora nicht geöffnet wird!“

Für die Bodensee-Stiftung bleibt das Thema Fracking deshalb aktuell und sie wird es auf die Agenda der nächsten Sitzung des Umweltrat Bodensee setzen.

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