Naturschutz-Auktion bringt fast 6.000 Euro für die Bodensee-Landschaft

Das war der Hammer! Bei der 2. Naturschutz-Auktion der Bodensee-Stiftung wurden Gebote im Gesamtwert von 5905 Euro abgegeben. Auktionator Dr. Haro Eden brachte in der Singener Stadthalle unter anderem Weideschafe am Hohentwiel, die Pflege alter Streuobstwiesen und Birnensorten und die Anlage einer Wildobshecke unter den Hammer. Mit viel Charme und Witz fand der ehemalige Hauptgeschäftsführer der IHK Hochrhein-Bodensee auch Bieter für mehrere Hektar Bienenweiden, ein Ackerwildkräuterreservat sowie für die Pflege eines Feuchtbiotops. Schirmherr der bundesweit einmaligen Veranstaltung war Andreas Jung (CDU), der auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin erfolgreich für ein schwarzes Schaf bieten konnte.

Patrick Trötschler von der Bodensee-Stiftung zeigte sich sehr zufrieden mit dem Auktionsergebnis: „Wir freuen uns sehr, dass wir das Ergebnis vom Vorjahr gleich verdoppeln konnten. Die Auktion heute hat gezeigt, dass die Menschen und Unternehmer erkannt haben, wie wertvoll unsere Bodensee-Landschaft ist. Wir werden in Zukunft weitere Naturschutz-Auktionen in der Region durchführen, damit öffentlich nicht förderfähige Naturschutz und Landschaftspflegemaßnahmen finanziert werden können.“ Mit den Naturschutz-Auktionen will die Bodensee-Stiftung speziell die Unternehmen in der Region darauf aufmerksam machen, wie wichtig und wie dringlich der Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft Bodensee geworden ist. Auf diese Weise kann auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Bodensee erhalten und verbessert werden. Gefördert und unterstützt wurde die Auktion von PLENUM Westlicher Bodensee, der IHK Hochrhein-Bodensee, Triple E sowie dem Global Nature Fund und der Deutschen Umwelthilfe.

Elf verschiedene Bieter, darunter Unternehmen, Vereine, Verbände und Privatpersonen, gaben insgesamt 27 Einzelgebote ab. Die beiden höchsten Gebote kamen von der Regionalmarke Gutes vom See sowie von den Kliniken Schmieder. Gutes vom See bot unter anderem 1000 Euro für vier Hektar Bienenweiden rund um Bohlingen. Dagmar Schmieder bot 800 Euro für die Grabenpflege zur Erhaltung eines Feuchtbiotops in Gailingen. Zudem bot eine Bietergemeinschaft für 13 Waldschafe am Hohentwiel. Das bedeutet, dass insgesamt 3,25 Hektar Naturschutzfläche am Hohentwiel im kommenden Jahr von Schafen gepflegt werden können.

 

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