Vorreiter Wal-Mart?

"Wal-Mart auf Öko-Kurs" titelte die Süddeutsche Zeitung am vergangenen Freitag im Wirtschaftsteil. Offensichtlich will der weltweit größte Einzelhändler Obamas kommenden Umweltgesetzen zuvorkommen und jedes einzelne Produkt im Regal mit einem Öko-Label versehen. Immerhin wurden die Zulieferer von Wal-Mart schon mal aufgefordert, Daten zu Wasserverbrauch, Treibhausgas-Emissionen usw. zu liefern. Ein gigantisches Projekt einerseits (man rechnet mit einer Umsetzungsdauer von mindestens 5 Jahren) - andererseits aber vielleicht auch ein Signal für die anderen Einzelhändler. Mehr Infos dazu gibt es hier.

REWE hat sich ja auch schon auf den Weg gemacht, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu verfolgen und schrittweise umzusetzen, auch wenn die wasserschonenden Früherdbeeren aus Südspanien nicht überall für gut geheissen wurden. Aber es zeigt, dass neben dem Bio-Sortiment langsam aber sicher ein Nachhaltigkeitssortiment aufgebaut werden soll. Und das ist gut so, weil meiner Meinung der Bio-Umsatz irgendwann nicht mehr gesteigert werden kann - und dann ist es gut, wenn das konventionelle Sortiment in seiner Umweltqualität angehoben wird. MIGROS in der Schweiz geht ja mit seiner Marke Terrasuisse in die gleiche Richtung. 

Wer nicht fünf Jahre warten will bis Wal-Mart und Co. so weit sind, dem empfehle ich weiterhin den Einkauf direkt ab (Bio-)Hof oder die regionalen und regional-ökologischen Produkte unserer Regionalmarken vom Bodensee, z.B. Gutes vom See.

 

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