Mehr Bio auf Brachen

Wieder ein schönes Beispiel für mittelfristige und mittelbare Effekte eines Projekts. Die Reichenau Gemüse eG meldet einen Bio-Schub auf der Insel. Auf knapp 10% (2,5 Hektar) Gewächshausflächen wird mittlerweile biologisch gewirtschaftet. Im Freiland werden es in diesem Jahr sogar ca. 20 Hektar sein (rund 20% der bewirtschafteten Freilandfläche). Vor allem auch auf ehemaligen Brachflächen wird jetzt Bio-Gemüse angebaut. Diese Entwicklungen liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt und haben vor allem mit unternehmerischen Entscheidungen zu tun. Große Betriebe haben umgestellt oder sind am umstellen.

Gemeinsam mit der Gemeinde, der Reichenau Gemüse eG, dem Verkehrsverein, dem örtlichen BUND sowie weiteren engagierten Akteuren hat die Bodensee-Stiftung und das ILN Singen vor knapp zwei Jahren ein Brachflächenkonzept für die Insel Reichenau erstellt. Neben der fachgerechten Pflege und möglichen Flächenpotenzialen für den Naturschutz stand dabei vor allem die erneute Nutzung der Flächen durch den Gemüsebau auf der Agenda. Dass jetzt Brachflächen biologisch bewirtschaftet werden ist sicher, wie gesagt, in erster Linie eine unternehmerische Entscheidung. Aber ich bin mir sicher, dass unser Brachflächenkonzept zur Sensibilisierung der Bevölkerung und zu stärkerem Interesse der Gemüsegärtner für diese Flächen geführt hat.

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