Die Wanderausstellung „Von Menschen und Bibern“ im Stadtmuseum Radolfzell

Vom 30. Mai bis 1. November 2009 steht im Stadtmuseum Radolfzell der Biber im Rampenlicht. Nicht ohne Grund wurde das größte Nagetier Europas für das Zentralthema der Ausstellung ausgewählt. An der Radolfzeller Aach leben wieder Biber und die Population in Baden- Württemberg beträgt über 1000 Tiere.

Der Biber kann bis zu 100 cm lang und 30 Kilo schwer werden. Sein dichtes Fell hat über 20 000 Haare pro Quadratzentimeter, wobei die Menschen nur bis zu 600 Haare pro dieselbe Fläche besitzen. Er ernährt sich rein pflanzlich mit Wasserpflanzen, Kräutern und Bäumen wie Weiden, Erlen und Pappen.

Diese und ähnliche Fakten kann jeder leicht finden. Aber warum zählte man den Biber zu den Fischen? Welche Bedeutung hatte der Biber für die Medizin? Was findet man in den Rezepten mit Biberfleisch? Wie spürt man die Haardichte des Biberfells? In der Ausstellung kann man nicht nur Antworten auf diese Fragen finden, sondern noch viel mehr zum Biber, seiner Lebensweise und den Gründen seiner Verfolgung. In der Ausstellung spielen die interaktiven Elemente eine große Rolle. Es gibt eine typische Biberburg, ein Video, ein Landschaftskarussell und Vieles darf in die Hand genommen werden. Auf die jungen Gäste warten zusätzlich viele spannende Aktionen, wie eine Entdeckungstour des „Kleinen Bruders“ Biber.

Das Stadtmuseum Radolfzell ist von Dienstag bis Sonntags von 10 bis 12.30 und von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet, donnerstags bis 20 Uhr. Nähere Informationen zur Sonderausstellung erhalten Sie unter 0049(0)7732-81-530 oder museum@radolfzell.de.

Foto: Jens Bredehorn (pixelio)