Unsere Wiesenmeister!

Kürzlich wurden die Sieger bei den letztjährigen Wiesenmeister-schaften gekürt. Wettbewerbsgebiet war die Region Bodensee und die Region obere Donau. Besonders hat uns gefreut, dass bei den Preisträgern zwei gute alte Bekannte der Bodensee-Stiftung dabei sind.

Mit Helmut Müller (1. Preis in der Kategorie Artenreiche Wiese) und Hans-Jörg Fischer (1. Preis in der Kategorie Gesamtbetrieb) haben zwei Landwirte abgeräumt, mit denen wir in den letzten Jahren immer wieder eng zusammen gearbeitet haben. Wir gratulieren herzlich! Zuletzt war Hans-Jörg Fischer mit seinem Unterbühlhof auf der hinteren Höri einer der Modellbetriebe im Rahmen unseres DBU-Projekts "Naturschutzleistungen der Landwirtschaft". Demnächst schaffen wir wieder mit Helmut Müller und seinem Projekt ELABO im Rahmen der Bioenergieregion Bodensee zusammen. Und weitere Projektideen sind in Arbeit ...

Etwas fade ist jedoch der Beigeschmack angesichts der weiter fallenden Milchpreise, der viele Milchbauern in echte Existenznot bringt. Artenreiche Wiesen und steigende Intensität in der Bewirtschaftung gehen halt nicht wirklich dauerhaft zusammen. Darum muss, wer artenreiche Wiesen prämieren will (wie der BLHV als Projektpartner) sich auch ernsthaft für faire Milchpreise für die Bauern einsetzen. Billiger Agrardiesel hilft da auf Dauer nicht viel. Der Auszahlungspreis für die Milch muss höher werden. Ansonsten verdienen sich die großen Discounter als Preisdrücker weiter eine goldene Nase, während die Verdienstlücke bei den Landwirten mit öffentlichen Geldern ausgeglichen wird. System Error, oder?

Wiesenmeisterschaften sind zur Zeit schwer en vogue. In Vorarlberg laufen sie schon seit 2002, in der Schweiz werden sie mittlerweile bundesweit durchgeführt. Es zeigt sich, dass solche Wettbewerbe nicht nur gut für das Image der Landwirschaft sind, sondern auch ein guter Türöffner bei Landwirten sein können, wenn es um die Bewusstseinsbildung für mehr Naturschutz auf der Fläche geht.

Das Foto von Alfons Krismann / ILN Singen zeigt das Traunsteiners Knabenkraut auf einer Fläche auf dem Unterbühlhof.

 

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