Landesregierung stoppt Gentechnikversuche

Über unseren Stifterverband BUND Baden-Württemberg haben wir erfahren, dass Minister Hauk derzeit keine weiteren Versuche zur Koexistenz für erforderlich hält. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Gentechnik freien Landwirtschaft im Ländle.

Hier der Originaltext der BUND-Pressemitteilung vom 19. Februar 2009:

In Baden-Württemberg wird es keine weiteren Koexistenzversuche mit Gentechnikanbau geben. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, begrüßt diese Entscheidung der Landesregierung. Dadurch verringert sich die Fläche, auf der dieses Jahr genveränderter Mais angebaut werden soll, von 2,4 Hektar auf 0,42 Hektar. "Damit sind wir dem gentechnikfreien Baden-Württemberg ein großes Stück näher gekommen", lobt die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender. Jetzt muss die Landesregierung nur noch die Sortenprüfungen in Rheinstetten und Ladenburg beenden, fordert der BUND. "Sehen Sie endlich ein, dass kein Landwirt in Baden-Württemberg genveränderten Mais anbauen will", appelliert Dr. Dahlbender an Minister Hauk. "Wir brauchen keine Prüfung von Sorten, die in Baden-Württemberg niemand anbauen will. Wir brauchen ein gentechnikfreies Baden-Württemberg, um die Qualitätsprodukte unserer Landwirtschaft zu schützen." Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner will ein Verbot des genmanipulierten Maises erneut prüfen. Dahlbender: "Frankreich, Polen, Österreich, die Schweiz haben den Monsanto-Mais schon verboten, und jetzt zieht auch die Bundesregierung nach. Minister Hauk muss aufpassen, dass er mit den Sortenversuchen nicht als letzter GVO-Mohikaner dasteht."

Für Rückfragen:
Dr. Brigitte Dahlbender, BUND-Landesvorsitzende, Fon: 0711 620306-0, brigitte.dahlbender@bund.net