Reply to comment

Hallo Patrick Trötschler, haben Sie sic h die fundierte und schlaue Kampagne schon einmal genau angeschaut? So schreibt der NABU: „Jahrzehntelang war der Kormoran aus Deutschland so gut wie verschwunden – das Ergebnis intensiver Verfolgung durch Fischer und Angler.“ Die intensiven Kormoranverfolgungen sind aus Preußen (1879 durch das Militär) bekannt. Damals war Fisch ein wichtiger Teil der menschlichen Ernährung. Die vom NABU angefeindeten Angler spielten dabei keine Rolle. Eine Hauptursache für den Rückgang waren sicherlich die großen Stromregulierungen und die Verschlechterung der Umweltbedingungen. Im Binnenland / süddeutschen Raum waren Kormorane wohl meist seltene Einzelvögel. Das ganze Mittelalter über z.B. für die Teichwirtschaften der Klöster spielte der Kormoran keine Rolle. Da die Bejagung des Kormorans bereits 1935 durch das Reichsnaturschutzgesetz endgültig beendet wurde fragt man sich warum sich die Bestände denn nicht eher erholten? Hier spielte doch das Verbot von DDT (sowie des "dreckigen Duzend“) eine wichtige Rolle. Diese waren für die Dünnschaligkeit und damit den extremen Einbruch bei den Reproduktionsraten verschiedener Großvogelarten verantwortlich. Erst nach 1970 konnten sich viele Vogelarten erholen - Auch das wird vom NABU in der „fundierten und schlauen Kampagne“ verschwiegen. Der NABU schreibt: „Fischteiche können durch das Überspannen mit weitmaschigen und gut sichtbaren Drahtnetzen sowie durch optisches und akustisches Vertreiben wirksam geschützt werden.“ Wenn die Teichwirtschaft mit Kormoran so einfach ist – Warum betreibt dann der NABU in seiner Teichwirtschaft „Blumberger Mühle“ nur eine Mast von angelieferten tschechischen Karpfen (dort wird der Kormoran geschossen) und hat weder akustische Vergrämung noch Drähte (seit 1999 wieder abgebaut)? Dies ist Dr. Nipkow doch bekannt – warum verbreitet er dann weiter die Überspannung als wirksamen Schutz? Der NABU schreibt: „Doch Kormorane vernichten keine natürlichen Fischbestände und gefährden langfristig auch keine Fischarten. Wenn nach Kormoraneinfall in den Oberläufen der Flüsse in den betroffenen Bereichen bis zu 99% des Fischbestands fehlen (durch Elektrobefischungen nachgewiesen) , die verbleibenden Fische die typischen Verletzungen durch den Kormoranschnabel aufweisen ist die Frage nach anderen Ursachen überflüssig. Markus Nipkow schreibt: „Es sind der Gewässerausbau, die Wasserkraft und Kühlwassernutzung, Nährstoff- und Feinsedimentbelastung und vermehrt wohl auch der Klimawandel. … Dem entsprechend gingen ihre Bestände zurück, lange bevor das Comeback des Kormorans begann.“ Eine Studie des Thüringer Umweltministeriums beschreibt andere Tatsachen: Nach dem sehr schnell einsetzenden Rückgang der Gewässerbelastung nach 1990 wurde bis zur Jahrtausendwende fast das gesamte historische Verbreitungsgebiet der Äsche in Thüringen wiederbesiedelt. Eine Vielzahl von Daten belegen jedoch, dass ab ca. 1996 die Bestandsdichten deutlich zurückgingen, zunächst nur begrenzt, später in ganz Thüringen. In den meisten Gewässern ist die Äschenpopulation an den Rand der Reproduktionsfähigkeit gedrängt bzw. sie muss sogar als zusammengebrochen betrachtet werden. In weiten Strecken Thüringer Fließgewässer ist die Populationsdichte der Äsche deutlich unter das Niveau von vor 1990 gesunken Mit dem Totalverlust der Art in vielen Gewässern aller drei Thüringer Flusseinzugsgebiete muss in nächster Zeit gerechnet werden. Dramatisch ist nicht nur die Ausdünnung der Individuenzahl der Teilpopulationen, sondern auch die Zerstörung der natürlichen Alterspyramide. Die Hauptursache für die negative Entwicklung liegt in der seit 1995 drastisch zunehmenden Frequentierung Thüringer Gewässer durch den Kormoran. Der daraus resultierende Fraßdruck auf die Äschenpopulation kann nicht mehr kompensiert werden. Noch mal Markus Nipkow: „vermehrt wohl auch der Klimawandel“. Wenn denn der Klimawandel am Rückgang der Äschenbestände Schuld ist und nicht der Kormoran, wieso haben sich dann (in der Bodenseeregion) in der Schweiz (mit Vergrämung: „Kormoranwacht“) die Äschenbestände erholt und in Deutschland (ohne Vergrämung) nicht? Dem NABU ist dies bekannt siehe: Dr. Markus Nipkow dazu: „Stattdessen seien z.B. Schonmaßnahmen für den Äschenbestand im Rhein von Seiten der Jagd- und Fischereiverwaltung im schweizerischen Thurgau unlängst wieder gelockert worden, nachdem sich der Bestand dieser Rote-Liste-Art von seinen immensen Verlusten im Hitzesommer 2003 gerade erst etwas erholt hatte.“ Wie es aussieht wenn der NABU auf die Fischer zugeht habe ich früher schon gepostet …. Mit Ennoch von und zu Guttenberg, Senta Berger, Gerhard Polt und Sebastian Bezzel hat sich der NABU ja jetzt echte Experten zum Thema angeworben. Deren Fachwissen wird sicher die Sache voranbringen… Wenn ich hier immer auf Herrn Nipkow herumhacke tut dies nur insofern leid dass ich den Herrn Baumann zu erwähnen vergessen habe. Herr Trötschler - ich habe mir nochmals die Mühe gemacht einen Teil meines Kommentars noch mal einzutippen, auf Anfrage gern noch mehr. Über eine Antwort würde ich mich freuen. Bitte Löschen Sie den Text nicht wieder (aus versehen) wie die letzten Male. Mit freundlichen Grüssen Max Fischer

Reply

The content of this field is kept private and will not be shown publicly.
CAPTCHA
This question is for testing whether you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.
Fill in the blank