Bioenergieregion Bodensee: Wertschöpfung und Beschäftigung

Bioenergie ist ein Multitalent – sie kann als flüssiger, gasförmiger und fester Brennstoff gespeichert, transportiert und für Wärme und Strom oder als Kraftstoff eingesetzt werden. Diese Flexibilität macht sie zu einer wichtigen Säule in einem Energiesystem, das auf erneuerbaren Energien basiert. Anders als beim Import von fossilen Brennstoffen profitiert von der Bioenergie die heimische Wirtschaft: Ernte und Verarbeitung der Rohstoffe sowie Handel und Vertrieb schaffen Wertschöpfung und Arbeitsplätze. In welchem Umfang dies bereits erfolgt, hat das IÖW für drei Regionen in Deutschland berechnet und stellt die Ergebnisse nun in der Schriftenreihe „Ermittlung der Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte in drei ausgewählten Bioenergie-Regionen" vor.

Mit dem 2009 vom Bundeslandwirtschaftsministerium ausgerufenen Wettbewerb „Bioenergie-Regionen" wurde der Auf- und Ausbau regionaler Bioenergie-Netzwerke gefördert. Als Teil der Begleitforschung des Wettbewerbs quantifizierte das IÖW die Wertschöpfung und Beschäftigung durch Bioenergie in den drei Bioenergie-Regionen Bodensee, Mittelhessen und Mecklenburgische Seenplatte für die Jahre 2009, 2012 und 2015. Dafür setzte das IÖW sein WeBEE-Modell ein, das alle Wertschöpfungsschritte von der Produktion über den Betrieb bis zum Rückbau einer Anlage abbildet.

Die Studie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Johannes Rupp, Katharina Heinbach, Astrid Aretz, André Schröder (2017): Ermittlung der Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte in drei ausgewählten Bioenergie-Regionen, Schriftenreihe des IÖW 214/17, Berlin, ISBN 978-3-940920-17-1

Weitere Infos auf der Homepage des IÖW: https://www.ioew.de/news/article/bioenergie-ioew-berechnet-wertschoepfungs-und-beschaeftigungseffekte-schriftenreihe-erschienen/

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