Wie redet man mit Klimaskeptikern?

Ich Naivling dachte immer, es gäbe sie nicht (mehr): die Klimawandel-skeptiker! Neuerdings wurde ich eines besseren belehrt und wurde mit so cleveren Argumenten bedient wie: "Grönland kommt von Grünes Land. Und den Namen hat es erhalten, weil es in der Vergangenheit ein Land war, in dem Milch und Honig flossen. Ergo: Erderwärmung ist normal, früher war die Erde viel wärmer. Von wegen Grünland und so!" Bei dieser intellektuellen Tour de Force komme - zumindest ich - nicht mit. Irgendwo in der Mite des Arguments schnappen meine Synapsen aus und schalten schmerzerfüllt ab. Man braucht schon eine besondere Geistesverfassung, um dazu etwas zu sagen.

Glücklicherweise gibt es Menschen, die über ein sehr viel besseres Nervenkostüm als ich verfügen. Besonders beeindruckt hat mich Coby Beck. Er ist Autor des "Leitfadens": "Wie man mit Klimaskeptikern redet". Allerdings auf Englisch.

Die Einwände der Klimawandelzweifler sind übersichtlich dargestellt und geordnet, nach Graden von Ernsthaftigkeit und Themen geordnet. Auch "Grönland-Grünland" wird behandelt. An die Widerlegungen schließt sich meist eine Art Diskussion in Form von Kommentaren an, in der dann auch die Skeptiker wieder zu Wort kommen. Ich habe einiges über mich und meine Arbeit dabei gelernt: offenbar bin ich als Klimaschützer ein "Alarmist". Weil ich dafür auch noch bezahlt werde, gehöre ich dem "Öko-Faschistischen Komplex" an, der sich dumm und dämlich verdient an der Klimapanik. Offenbar ist auch Religion irgendwie involviert, d.h. ich bin Anhänger der "Klimawandelreligion"...

Jedenfalls: Die Zweifler sollten sich die Seite angucken, um sich eine fundiertere Meinung zum Thema zu bilden. Die Anhänger des Öko-Faschistischen Komplexes (sprich meine Kollegen und Mitgläubigen) sollten sich die Seite anschauen, weil es einen echten Motivationsschub gibt und recht eindrucksvoll belegt, dass auch die fünftausendste Kampagne, die Menschen auf den Klimawandel hinweisen, informieren und darüber aufklären soll, bitter nötig ist...

Coby Beck würde ich für seine Geduld und seinen Langmut gerne in den Stand eines Bischofs unserer kleinen Klimasekte befördern. Vielleicht sitzt ja irgendwann auch eine Seeligsprechung drin... der Mann hat einfach Nerven!

Bild: Copyright: Jam/Pixelio

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