Rotkäppchen oder Randegger?

Am Samstag stand es noch mal ausführlicher im Südkurier: Die Bodenseeregion hat beim Bundeswettbewerb „Bioenergieregionen" gewonnen. Und wir von der Bodensee-Stiftung haben daran kräftig mitgearbeitet. Schön, dass meine kleine Vorliebe für Fußball-Analogien ihren Weg bis in die Südkurier-Schlagzeile gefunden hat.
Am kommenden Donnerstag (19. März) findet in Berlin ein kleiner Festakt mit Ministerin Aigner und allen 25 Sieger-Regionen statt. Deshalb bin ich meinen Kollegen jetzt tagelang auf die Nerven gegangen. Klar war, dass zwei Leute von solarcomplex und mein Kollege Volker hinfahren. Unklar war, ob ich mitfahre. Dafür sprach nur: ich will dabei sein und mitfeiern und genießen, dass die Bodenseeregion zu den Gewinnern zählt. Dagegen sprach allerdings viel mehr: viel Arbeit auf dem Schreibtisch, Reisekosten, Kinderbetreuung organisieren, zweimal Nachtzug-Gerumpel, usw. Ich stand vor der Entscheidung: Sekt oder Selters? Rotkäppchen-Sekt mit Bundesministerin Aigner in Berlin oder Randegger Ottilienquelle mit wenig Kohlensäure im RIZ?
Gefühlte alle halbe Stunde habe ich mich umentschieden: Ich fahre nach Berlin, ich fahre nicht nach Berlin, ich fahre nach Berlin, ich fahre nicht nach Berlin. Soll ich jetzt fahren? Nö, ich entscheide rational und bleibe da. Ach, ich hör doch auf meinen Bauch und fahr mit. Das hab ich doch auch mal verdient... Im alemannischen Sprachraum wird ein derart umständlich Unentschiedener gern auch mal als „Hännäfüdle" tituliert.
Jetzt hat Frau Rätz von der Wettbewerbs-Geschäftsstelle dankenswerterweise dem Eiertanz ein Ende bereitet und mir "Berlin-Verbot" erteilt. Pro Region sind nur drei Teilnehmer zugelassen, ohne Ausnahme, auch nicht für die charmante Truppe vom Bodensee. Also bleibe ich daheim und trinke am Donnerstag am Schreibtisch das gute Randegger Mineralwasser.

PS: Im Büro haben wir die Nachricht schon gefeiert. Nicht mit Rokäppchen sondern mit Sekt von der Reichenauer Hochwart, Pinot Noir. Sehr fein und trocken und deshalb sehr zu empfehlen!

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