Praktikant bei der Bosti

Als Praktikant bei der Bosti. Und sagen sie jetzt nicht oh nein, nicht noch so ein Gejammer Blogeintrag eines unterdrückten und unterbezahlten  Wesens aus der Generation Praxissemester, denn so was soll das hier eigentlich nicht werden! Naja zugegeben vielleicht ein bisschen. Als ich also vor anderthalb Monaten bei der Bosti mein Praxissemester begonnen habe, da dachte ich zugegebenermaßen auch noch so, eben dass jetzt das Studenten/Lotterleben ein Ende hat und der knallharte Alltag kommt - mit Cafe kochen, langweiligen Handlangerjobs, die ein trainierter Affe auch hätte machen können, einem bösen und hinterhältigen Chef und einem miesen Gehalt. Hinzukommen noch tyrannische und gemeine Kollegen, die einen versuchen aus dem Büro zu mobben.

Aber es sollte doch alles anders kommen! Bzw. es sollte nicht ganz so schlimm kommen! Ich muss zwar Cafe kochen! aber nur für mich selber und das an der vollautomatischen Cafemaschine, wo die persönliche Herausforderung darin besteht, sich zwischen nem doppelten Espresso oder nem Capuccino entscheiden zu müssen. Mit einem doppelten Espresso gestärkt ging es dann in die Besprechung, was während meinen insgesamt 6 Monaten bei der Bosti so alles zu meinen Aufgaben gehören sollte, also mit anderen Worten trainierter Affe oder selbstständig denkender, glücklicher, mit einer sinnvollen Aufgabe betrauter Mensch? Ich muss sagen ich mag gerne Bananen, aber zum Glück ist dies das einzige, was ich mit einem trainierten Affen gemein habe! Der böse und hinterhältige Chef (zugegeben er war erstaunt als ich ihn Chef genannt habe, weil er eigentlich damit nicht gerechnet hätte), ist nur insofern böse und hinterhältig, als dass er mir die Handlangertätigkeiten wegnimmt und selber macht! So nun zum miesen Gehalt, gut zugegeben das ist das einzige wo ich sagen muss es trifft meine Erwartungen komplett, wobei es Gerüchte gibt, die besagen das es in manchen Bereichen durchaus üblich ist, einem Praktikanten gar nix zu bezahlen! Meine vermeintlichen gemeinen und mobbenden Kollegen haben sich als gar nicht mal so gemein und mobbend herausgestellt, gut es sei denn man bezeichnet gelegentliche, immer lustig gemeinte, kollegiale Sticheleien als mobbing, oder man bezieht, die von Kollegen als beruflich bezeichnete Abwesenheit aus dem Büro auf sich selber.

Sie fragen sich jetzt vielleicht, was macht der denn dann, wenn er nicht nur Handlangerjobs macht?!? Also ich plane, koordiniere, arbeite aus und bin im Zuge dessen eben die ganze Zeit fleißig am  Netzwerken. Das sind alles Tätigkeiten, bei denen man was lernt und bei denen es darum geht den Job kennen zu lernen und, so weit ich weis geht es bei einem Praktikum Um genau das. Sollten sie also eine Email von einem neuen Mitarbeiter der Bodensee-Stiftung bekommen, dann ist das nicht ein weiterer trainierter Affe, sondern dieses mal wirklich der Praktikant.

 

P.s.: Anmerkung der Redaktion: „…für diesen Beitrag ist das tragen einer Ironiebrille Pflicht!“

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