Keine Best-Practise am Santiago River

So, ich bin wieder zurück aus Mexiko. Einer der bleibendsten Eindrücke bei der Living Lakes Konferenz war die Besichtiung des Santiago River in El Salto. Ungeklärt werden dort Industrieabwässer und Haushaltsabwässer der Millionenmetropole eingeleitet. Was wir zu sehen und vor allem zu riechen bekamen war die konzentrierte Scheisse von Guadalajara.

Bestialischer Gestank einer Kloake, die einmal ein Fluss war. Die Regierung behauptet, dass der Fluss sauber sei und keine Grenzwerte überschritten werden - die Realität verzeichnet deutlich gehäufte Vergiftungen und Krebserkrankungen in der Bevölkerung, die dort leben muss. Kaum vorstellbar, dass bei uns vor einigen Jahrzehnten auch noch alles ungeklärt in den See geflossen ist.

Im Anschluss wurde feierlich ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, bei dem Marion als GNF-Präsidentin ihre Rede dazu nutzte, denn Herren ordentlich ins Gewissen zu reden. Schließlich sei sie schon vor sechs Jahren hier gewesen und seit damals habe sich trotz aller Beteuerungen rein gar nichts geändert. Ihre Forderung nach konkreten Taten statt weiterer Analysen und Vereinbarungen erhielt deutlich mehr Applaus als die Fensterreden der Mexikaner. Möge es nützen - wenigsten ein bißchen!

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