Über den Jordan gehen? Mit Gummistiefeln…

Vor knapp 50 Jahren leitete die Strömung des Jordan Flusses 1,3 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Jahr zum Toten Meer. Heute sind es aufgrund von 95% Wasserentnahme des Flusses durch Israel, Jordanien und Syrien lediglich nur noch 70 bis 100 Millionen Kubikmeter Wasser, die ins Tote Meer gelangen.

Abweichungen des frischen Wassers des Jordans uns seiner Nebenflüsse hat das Tote Meer und die Umgebung verwüstet und verwandelte den kulturell und historisch bedeutsamen Jordan-Fluss in einen offenen Kanal mit landwirtschaftlichen Resten. In den Jordan wird jetzt salzhaltiges Wasser und unbehandeltes Abwasser abgeleitet.

Gleich nach dem See Genezareth gibt es eine Taufstelle, an welcher der Fluss noch breit und gesund ist. In Kontemplation und Stille bewundern die Reisenden aus aller Welt das Smaragdwasser, die exotische Fauna und Flora. (Foto 1).

Wenn die Pilger sehen könnten, wie derselbe, heilige Fluss nur drei Kilometer weiter südlich aussieht, würden sie die religiösen Gefühle wahrscheinlich sofort vergessen. Schmutziges, stinkendes Wasser, das in der Breite nicht mehr als ein Bach ist (Foto 2).

Aus diesem Grund wurde ein Projekt zur Rehabilitation des Jordan Flusses auf den Weg gebracht.

Das primäre Ziel des Projekts, welches die Bodensee-Stiftung zusammen mit dem GNF als Projektpartner unterstützt, ist es, die Mittel zu identifizieren, durch welche der Wassertransfer auf den unteren Jordan River stattfinden könnte. Eine weitere Aufgabe ist es dazu beizutragen, den politischen Willen zu stärken und die internationale Anerkennung für das Projekt zu erlangen.

Initiator des Projekts sind Friends of the Earth Middle East (FOEME), eine einzigartige NGO im Nahen Osten, in welcher Jordanien, Israel und Palästina vertreten sind.

 

Mehr Infos: http://www.foeme.org/

 

 

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